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autofreies Wohnen in Habichtshorst Biesdorf-Süd - aus politischen Gründen verhindert - Steckbrief Text: Dipl.-Ing. Arne Koerdt Text downloaden: Biesautofrei.rtf (13 KB) Lage,
ÖPNV
Lage, ÖPNVDas Gebiet befindet sich in Stadtrandlage im Bezirk Marzahn. Es ist über den S- und Regionalbahnhof Biesdorf, die U-Bahnlinie 5 (Station Elsterwerder Platz) und vier Buslinien erschlossen. Die durchschnittliche Entfernung zum U-Bahnhof beträgt 600 m, der S-Bahnhof ist ca. 1.500 m entfernt. Die Fahrt bis zum 11 km entfernten Alexanderplatz dauert mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 20 Minuten. Größe, NutzungenAuf dem ca. 142 ha großen Areal soll ein neuer Stadtteil mit ca. 5.000 Wohnungen, Handels- und Dienstleistungseinrichtungen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur, Kulturangeboten und Grünflächen als Teil einer übergeordneten Grünverbindung entstehen. Die Bebauung soll überwiegend aus 3- bis 5-geschossigen Baublöcken bestehen. Entwicklung - VoruntersuchungIm Jahre 1993 wurden auf Initiative der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen in den Voruntersuchungen zum städtebaulichen Entwicklungsbereich auch das Thema autofreies Wohnen behandelt. In Wettbewerben und vertiefenden Gutachten wurde im Teilgebiet Habichtshorst am zentralen Grünzug ein Standort für ein autofreies Wohngebiet gefunden, der aufgrund der Kriterien Erschließungssituation, Lärmemissionen und Wohnumfeldqualität geeignet erschien. Regelungen zur AutofreiheitDie Planungen sahen einen autofreien Teilbereich mit rund 380 freifinanzierten Miet- und Eigentumswohnungen in 2- bis 4-geschossiger Bauweise vor. In das Gebiet sollten nur öffentliche Dienste und Sonderfahrzeuge einfahren dürfen. Für Car-Sharing und Besucher waren am Rand 0,15 Stellplätze je Wohnung vorgesehen. Über eine Vorhaltefläche für weitere Stellplätze wurde nachgedacht. Auf vertragliche Autofreiverpflichtungen sollte verzichtet werden. Die Autofreiheit sollte ausschließlich durch das geringe Parkraumangebot und eine Anwohnerparkregelung im Umfeld gesichert werden. MarktfähigkeitDer Entwicklungsträger BauGrund hielt das Konzept für vermarktbar. Er sah die Idee des autofreien Wohnens als eine Möglichkeit an, dem Wohnungsbaustandort ein eigenes, zukunftsorientiertes und ökologisches Image (geplant sind u.a. eine dezentrale Regenwasserentwässerung, der Einsatz von Blockheizkraftwerken und Solarenergie) und eine eigene Identität zu geben und sich positiv so von der Konkurrenz abzuheben. Ihn überzeugten zudem die erzielbaren hohen Qualitäten sowie die reduzierten Erschließungskosten. Der Entwicklungsträger hielt jedoch eine Marktuntersuchung für erforderlich, da noch keine Erfahrungswerte vorlagen und Investoren daher zurückhaltend reagierten. Er sah ferner noch ungeklärte städtebauliche, planungsrechtliche und nachfrageorientierte Aspekte. SenatDie rechtlichen Zweifel wurden durch die Änderung der Bauordnung ausgeräumt. Die Zweifel an der Nachfrage blieben jedoch bestehen, da der Senat die Durchführung von Marktuntersuchungen ablehnte. Mit der Weisung auf Einstellung aller Autofreiplanungen im Frühjahr 1997 wurden auch die Planungen zur autofreien Realisierung dieses Projektes eingestellt. HeuteInzwischen werden die ersten Wohnungen in Biesdorf bezogen. Es handelt sich dabei um 300.000 DM-Eigenheime, die im Rahmen der „Eigentumsstrategie 2000“ vom Land Berlin gefördert werden. Im Frühjahr wird mit dem Bau des Stadtteilzentrums und eines Autohauses begonnen. Die Eigentumswohnungen entstehen erst in späteren Bauabschnitten. Links SenatsplanungBerliner Entwicklungsgebiete: Biesdorf-Süd: Ein neues Stadtquartier im Grünen (Stand: 26.05.2004) Presse17.03.2001, Berliner Zeitung: Entwicklungsgebiet bekommt erste Kita (Kurzinfo) 11.01.2001,
Tagesspiegel:
06.05.2000,
Berliner Zeitung:
12.08.1999,
Berliner Zeitung:
01.03.1999,
Berliner Zeitung:
30.09.1997,
Berliner Zeitung:
12.12.1996,
Berliner Zeitung:
Heutige Erfahrungen von autofreien Neubau-Projekten bestätigen dies nicht: Das Thema Wertminderung war fast nirgends thematisiert worden. Eigentlich überall und von allen Beteiligten - den Investoren autofreier Gebiete und auch Banken und Baufinanzierern - wird jetzt gesehen, daß die erhebliche Aufwertung des Wohnumfeldes den vermeintlichen Nachteil des fehlenden Stellplatzes klar aufwiegt. Beispielsweise konnten die Grundstücke und Wohnungen in Freiburg-Vauban gleich mehrfach verkauft werden - so groß war die Nachfrage ! Wer mit der Befürchtung möglicher Wertminderung gegen autofreie Projekte ins Feld zieht, argumentiert ideologisch und gegen die Sachlage. Zu diskutieren sind die Standortbedingungen: Falls die ÖPNV-Anbindung ungenügend und die Fläche zu klein ist, wird -für Berlin zumindest- von autofreien Projekten abgeraten, denn autofrei lebende Haushalte nutzen in der Regel intensiv den ÖPNV und wollen die Qualitäten ihres Lebensstil auch in ihrem Umfeld genießen können ... 02.02.1996,
Berliner Zeitung:
08.04.1995,
Berliner Zeitung:
Autofrei Wohnen in Berlin:Stadtviertel e.V.: c/o Rainer Sommer, Mail: rainer [Punkt] sommer [ Arbeitsgemeinschaft
Autofreies Stadtviertel an der Panke:
Diplomarbeit zum Thema autofreies Wohnen"Planung und Ralisierung autoarmer und autofreier Quartiere - Ein Konzept zur Verringerung verkehrsbedingter Probleme - " (TU Berlin, Okt. 1999) von Arne Koerdt Kontakt
autofrei wohnen
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30. November 2005
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