autofrei wohnen
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in Berlin-Treptow:
Modellprojekt autofreies Wohnen der
Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
Gartenstadt Falkenberg / PARADU
- Baubeginn autofreier Bauabschnitt voraussichtlich 2005/6 -
Steckbrief
Text: A. Koerdt & Selbstdarstellung BBWo 1892 eG
(Überarbeitung & Aktualisierung: M. Heller)
Text downloaden: Falkautofrei.rtf (~22 KB)

Idee
Lage
Vorgeschichte
Städtebau
Mobilität
Projektstand, Miete/Kosten
Presse
Kontakt

Idee und Ausgangsbedingungen
   Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 hat, inspiriert von den Planungen in Bremen Hollerland und den Aktivitäten diverser Autofrei-Initativen, die Idee eines autofreien Quartiers in der Gartenstadt Falkenberg entwickelt, weil sie sich davon eine Verbesserungen der Wohnumfeldqualität erhofft und sie einem entsprechenden Wunsch einiger Genossenschaftsmitglieder nachkommen möchte.

   Ein weiteres Motiv für das Interesse der Genossenschaft am autofreien Wohnen besteht darin, daß sich die autofreie Konzeption gut in den Gartenstadtgedanken des Gesamtgebietes einfügt. Probleme wie im Altbauteil des Quartiers, wo die Architektur Tauts durch parkende Autos beeinträchtigt wird, will man vermeiden.

Trotz der Lage des Gebietes am Stadtrand haben sich bereits viele Interessent/innen gefunden, die kein Auto besitzen und in einem autofreien Wohnumfeld mit sehr guten Wohnqualitäten leben wollen. Unter ihnen finden sich, bedingt durch den hohen Altersdurchschnitt der Genossenschaft, offensichtlich auch einige Senioren.

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Lage
  Das Areal der Gartenstadt Falkenberg befindet sich am südlichen Stadtrand Berlins im Bezirk Treptow. Es liegt ca. 10 Gehminuten von den S-Bahnhöfen Alt-Glienicke und Grünau entfernt. Von dort aus gelangt man mit der S-Bahn in 30 Minuten zum Alexanderplatz oder mit Bussen in die umliegenden Bezirke. In der Nähe fahren die Buslinien 160 und 163.

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Vorgeschichte
   In den Jahren 1913/14 hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 dort nach Plänen von Bruno Taut einen Teilbereich bebaut. Diese Siedlung (die sogenannte Tuschkastensiedlung) konnte wegen der zwei Weltkriege, der dazwischen liegenden Inflationsphase und der anschließenden deutschen Teilung bisher nicht fertiggestellt werden.

   1992 ist das Gelände an die BBWo 1892 rückübertragen worden. Diese beabsichtigt nun das Stadtviertel fertigzustellen. Sie führte zu diesem Zweck 1993 einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb durch. Diesen Wettbewerb konnte das Berliner Büro Quick, Bäckmann, Quick für sich entscheiden.

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Nutzungskonzept und Städtebau
   Der architektonische Entwurf sieht eine 3-geschossige Bebauung des Areals mit auf einem Grünteppich angeordneten Punkt- und Zeilenhäusern vor. Insgesamt sollen auf dem 50 ha großen Areal 1.400 Wohnungen, Handels- und Dienstleistungseinrichtungen, soziale Infrastruktureinrichtungen, Grünflächen und eine Krankenhauserweiterung entstehen.

   Die Genossenschaft bebaut nur einen Teilbereich der Gesamtfläche. Im vierten Bauabschnitt werden zusammen mit weiteren 146 Wohnungen u.a. sieben Häuser mit 54 Mietwohnungen für autofreie Haushalte (Architektur: Abcarius + Burns Architecture Design) realisiert. Die Bebauung wird aus 3- bis 4-geschossigen Wohnhäusern mit Maisonettewohnungen (2, 3 und 4 Zimmer) bestehen. Die unteren Bereiche sind für Familien mit Kindern vorgesehen. Die Obergeschosse eignen sich v.a. für kleine Familien und Singles. 

   Die Standortbedingungen für autofreies Wohnen sind gut. Naherholungsmöglichkeiten, soziale Infrastruktureinrichtungen sowie Lebensmittelgeschäfte sind im fußläufigen Einzugsbereich des Gebietes weitgehend vorhanden oder im Aufbau.

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Mobilität
   Die Mobilität der autofreien Haushalte wird über die S-Bahnverbindungen und eine geplante Car-Sharingstation gesichert.

   Innerhalb des autofreien Bereiches gibt es außer für Car-Sharingfahrzeuge und Besucher keine Stellplätze. Der Stellplatzschlüssel liegt bei 0,18. Reserveflächen für weitere Stellplätze sind ebensowenig vorgesehen wie mietvertragliche Autofreierklärungen.

   Zitat Selbstdarstellung:
"(...) Darüber hinaus soll das Projekt Autofreies Wohnen eingebunden werden in das Konzept des Service-Wohnens, das für die gesamte Siedlung Dienstleistungen anbieten, koordinieren und abrechnen würde. Wünsche wie "car-sharing, "cash-car", Fahrradservice u.v.m. könnten integriert werden. In experimenteller Weise sollen die BewohnerMobilitätserfordernisse nach eigenen Bedürfnissen gestalten. (...)"

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Projektstand, Zeitplan, Kosten
Stand: Anfang April 2004
   Der Treptower Baustadtrat hält das Konzept der BBWo 1892 nicht für sinnvoll, läßt die Genossenschaft jedoch gewähren. 

   Der Baubeginn des autofreien Bauabschnitts ist derzeit für 2005 oder 2006 anvisiert.

   Die Wohnungen stehen für Mieter und Käufer zur Verfügung. Für eine Mietwohnung sind vier Genossenschaftsanteile zu je 600 Euro zu kaufen. Der Mietpreis pro qm wird voraussichtlich zwischen 7,50 - 8,00 Euro netto kalt sein. Die Kaufpreise stehen noch nicht fest.

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Presse
Aktuelles zuerst
21.03.2004, Neues Deutschland, Autor: Andreas Fritsche
Veranstaltungshinweis mit Kurzinfo zur Siedlung: 
71. ND-Wanderung - ND lockt in Tauts Tuschkasten-Siedlung - Wanderung am 18. April führt über Falkenberg

17.11.2001, Der Tagesspiegel, Autorin: Insa Lüdtke
Bericht über die konventionellen Baumaßnahmen sowie den 3. autofreien Bauabschnitt mit den beiden GASAG-CarSharing PKW: 
Paradies Paradu - Knapp hundert Jahre nachdem Bruno Taut seine Zeitgenossen mit bunten Bauten schockte, ergänzen Investoren dessen "Tuschkastensiedlung" um Neubauten mit exotischen Namen (Artikel auch hier)

Juni 2001, MieterMagazin, Autor: Jens Sethmann
Bericht über die Berliner Straßen als Verkehrs- und Aufenthaltsraum und über die autofreien Projekte in Treptow und Mitte: 
Wozu ist die Straße da? / Autofreies Wohnen - zwei Berliner Projekte / Nah-Mobilität und Städtebau

11.01.2001, Tagesspiegel, Autorin: Steffi Bey
Bericht hauptsächlich über Gartenstadt Falkenberg und allgemein autofreies Wohnen in Berlin: 
Leben neben der Überholspur - Nach mehreren vergeblichen Versuchen soll am östlichen Stadtrand Wohnen ohne Autos verwirklicht werden

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20.12.2000, Berliner Morgenpost, Autor: Petra Mues
Bericht über Gartenstadt Falkenberg
In dieser Wohnanlage sind Autos tabu - In der Gartenstadt Falkenberg entsteht einmaliges Projekt

10.06.2000, Berliner Zeitung
Bericht über Gartenstadt Falkenberg
Wohnungen für Familien sind in Planung - Großes Neubauvorhaben der Genossenschaft "1892" (Kurzinfo zur "1892")
Neue Farben in der Tuschkasten-Siedlung - Die Gartenstadt Am Falkenberg wird renoviert / Genossenschaft investiert 17 Millionen Mark (Kurzinfos zu Infrastruktur & Geschichte)

01.03.1999, Berliner Zeitung, Ressort: Lokales, Autor: Meike Bruhns
u.a. Kritik am Senat wegen Verhinderung der autofreien/-armen Projekte
Quartiersmanagement ist nur `Notstandspolitik´ - Professor kritisiert Senat / SPD-Kongreß über die Berliner Stadtentwicklung

30.09.1997, Berliner Zeitung, Ressort: Lokales, Autor: Stefan Ehlert
Dienstanweisung gegen autofreie Stadtviertel:
Autofreies Wohnen ­ Berlin im Rückwärtsgang - Chancen für autoarme Wohngebiete sinken / Projekt Rummelsburger Bucht jetzt auch gescheitert

08.04.1995, Berliner Zeitung, Ressort: Lokales, Autor: Steffi Bey
Senats-autofrei-Untersuchung (Treptow, Marzahn, Prenzlauer Berg, Steglitz):
Niemand würde von Abgasen belästigt - Senat untersucht vier Standorte für "Wohnen ohne Auto" / Entscheidungen stehen noch aus

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Kontakt, Information

Vorhabenträger:
Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
Knobelsdorffstr. 96
14 050 Berlin-Charlottenburg
Tel.: +49-(0)30-30302-0
Fax: +49-(0)30-30302-165
Mail: 1892 [Anti-Spam-Image] bbwo1892 [Punkt] de
Net: www.bbwo1892.de
Ansprechpartnerin:
Frau Wallecek
Tel.: +49-(0)30-30302-141
- Fragen werden gerne & umfassend beantwortet, Informationsmaterial wird zugesandt. Eine freundliche Genossenschaft !

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Architekturplanung
Abcarius + Burns Architecture Design
Brunnenstr. 27
10 119 Berlin-Mitte
Tel.: +49-(0)30-6121955
Fax: +49-(0)30-6121796
Mail: abcariusburns [Anti-Spam-Image] t-online [Punkt] de

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Diplomarbeit zum Thema autofreies Wohnen
"Planung und Realisierung autoarmer und autofreier Quartiere - Ein Konzept zur Verringerung verkehrsbedingter Probleme" (s. auch Theorie)
von Arne Koerdt
Mail: ak [Anti-Spam-Image] plan-online-info [Punkt] de (s. auch Kontakt)

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Logo Autofreies Stadtviertel an der Panke

Kontakt autofrei wohnen
Architekturbüro Heller

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www.autofrei-wohnen.de begreift sich als umweltabhängiger NGO-Knotenpunkt im internationalen autofreien Netzwerk. © & Seitenbau: M. Heller, Berlin

20. März 2005
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.BBWo 1892 eG

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(zur BBWo 1892)
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Ausstellung
Autofreies Leben In Europa

Berlin-Treptow größer
(Galerie bei sujet.design)
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