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Projekt autofreies Wohnen Lichterfelde -Süd - aus politischen Gründen verhindert - Steckbrief Text: A. Koerdt, Ergänzung & Aktualisierung: M.Heller Text downloaden: Lichtautofrei.rtf (~12 KB) Zusammenfassung
ZusammenfassungLage, ÖPNV-Anbindung: Das Gelände am südlichen Stadtrand ist durch den S-Bahnhof Lichterfelde-Süd sowie durch mehrere Buslinien im Norden gut erschlossen.
Aktueller
Stand (1/2001):
Realisierungschancen:
LageDas am südlichen Stadtrand ca. 11 km Luftlinie von der City-West entfernt liegende Gebiet wurde bis Anfang der 90er Jahre von der amerikanischen Armee als militärische Übungsanlage (sogenannte Geisterstadt) genutzt. Schon bald nach dem Abzug der amerikanischen Armee bemühte sich das Bundeseisenbahnvermögen als Eigentümerin der Fläche um dessen bauliche Verwertung. Ca. 110 ha des Areals sollten mit 2.000 bis 3.000 Wohnungen im freifinanzierten Wohnungsbau, Handels- und Dienstleistungseinrichtungen, Gewerbe und sozialen Infrastruktureinrichtungen bebaut werden. Weitere 43 ha sollten als Grünfläche erhalten bleiben und so einen fließenden Übergang in die südlich angrenzenden Naherholungsräume gewährleisten. Am nordwestlichen Rand des Gebietes war die Errichtung eines S-Bahnhofs (Lichterfelde-Süd) geplant. Mit der S-Bahn würde man in 20 Minuten zum Potsdamer Platz gelangen. Am Randes des Gebietes führen zudem einige Buslinien entlang, die das Gebiet mit den umliegenden Stadtteilen und dem Hauptzentrum in Steglitz verbinden. InitiierungAufgrund dieser Standorteigenschaften wurde 1992 von der Grünen Alternativen Liste die Idee entwickelt, dieses Gebiet teilweise autofrei zu realisieren. Bald gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft „Autofrei in Steglitz“. Bausenator Nagel, die Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen, Verkehrssachverständige und die IHK sprachen sich für das Projekt aus. Am 14. Dezember 1994 faßte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Beschluß, in Lichterfelde eine autoarme Siedlung zu errichten. Die Autofreiheit sollte eine Vorgabe für den 1995 durchgeführten städtebaulichen Realisierungswettbewerb werden. 1994/95 erstellte das Planungsbüro P 4 im Auftrag der Senatsbauverwaltung ein Strukturkonzept. Die Gutachter empfahlen eine Höchstzahl von 2.600 Wohnungen. Etwa ein Drittel der Wohnungen sollten autoarm bzw. autofrei erschlossen werden. Ansonsten wäre zu befürchten, daß die ohnehin stark belasteten Straßen im Umfeld des Plangebietes überlastet werden. UmfrageIm Jahre 1995 hat das Bezirksamt Steglitz das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (Infas) mit einer repräsentativen Umfrage zum Thema autofreies und autoarmes Wohnen beauftragt. Diese Umfrage ergab, daß sich jeder zweite Befragte vorstellen könnte, in ein autoarmes bzw. autofreies Wohngebiet in Lichterfelde-Süd zu ziehen. politischer RichtungswechselNach den Wahlen im Herbst 1995 änderte sich die politische Zusammensetzung des Senats und der Bezirksverordnetenversammlung. Auf beiden Ebenen wurde dem Projekt daraufhin die politische Unterstützung entzogen. WettbewerbDer Grundstückseigentümer hat 1998 einen städtebaulichen Wettbewerb durchgeführt. Die Wettbewerbsvorgaben sahen die Errichtung von bis zu 3.500 Wohnungen vor. Die Idee der Autofreiheit wurde nicht aufgegriffen. Entsprechend sehen die Wettbewerbsergebnisse eine konventionelle, verdichtete Bebauung vor. heuteSeit September 1998 ist der S-Bahnhof Lichterfelde-Süd fertiggestellt. Das Gebiet hat damit jetzt einen direkten S-Bahnanschluß in die Berliner Innenstadt. Wegen der bereits sehr weit vorangeschrittenen Planungen und der fehlenden Unterstützung der politischen Entscheidungsträger bestehen keine Umsetzungschancen für ein autofreies Gebiet auf diesem Standort mehr.
Den aktuellen Planungsstand versuchen Sie bitte den Seiten der Vivico
Management GmbH zu entnehmen, die das Gelände entwickeln möchte:
Presse11.01.2001, Tagesspiegel: Leben neben der Überholspur | Nach mehreren vergeblichen Versuchen soll am östlichen Stadtrand Wohnen ohne Autos verwirklicht werden (Bericht hauptsächlich über Gartenstadt Falkenberg und allgemein autofreies Wohnen in Berlin) 14.11.2000,
Berliner Morgenpost:
01.03.1999,
Berliner Zeitung:
30.09.1997,
Berliner Zeitung:
08.04.1995,
Berliner Zeitung:
Initiativen für Autofreies Wohngebiet:aktuell: Arge Autofrei Wohnen in Berlin: Markus Heller, Arne Koerdt ehemals:
weitere Informationen, Links:ILS Dortmund - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsplanung in NRW, Dortmund - ILS Dortmund: Fachbeitrag (1998) - ILS Dortmund: Rundbrief "Autofreie Stadtquartiere", Heft Nr. 9 Kontakt Forschungsprojekt
am "Zentrum Technik und Gesellschaft" der TU Berlin:
Diplomarbeit
zum Thema autofreies Wohnen:
Kontakt
autofrei wohnen
URL dieser
Seite: http://www.autofrei-wohnen.de/Berlin/LichtProjekt.html
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17.
Oktober 2007
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