autofrei wohnen
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in Berlin-Tempelhof:
Autofrei Wohnen auf dem Gelände des zukünftig stillgelegten Flughafenfeldes
Tempelhofer Feld
eventuelle Realisierung erst langfristig
Steckbrief
Text: A. Koerdt (Vorlage 1999), M. Heller (Überarbeitung & Aktualisierungen)

1. Übersicht:
Situation
Realisierungschancen Autofreies Stadtviertel

2. Steckbrief Autofreies Stadtviertel:
Allgemeines zum Tempelhofer Feld:
Lage, Verkehrsanbindung
Nachnutzung & FNP
Standorte auf dem Tempelhofer Feld
Autofreies Stadtviertel:
Allgemeines
Mobilitätskonzept
Kosten
Kontakt Initiator/innen

3. weitere Informationen:
Senatsplanung
weitere Nachnutzungsideen
Schließungsdiskussion
Stellungnahmen & Forderungen der Schließungsbefürworter

NEU: auf eigener Seite:
Senatsplanung - Details
weitere Nachnutzungsideen - Details
Schließungsdiskussion - Details
allg. Informationen zum Bezirk Tempelhof

Kontakt autofrei wohnen

1. Übersicht:
Aktueller Stand
Realisierungschancen Autofrei Wohnen

Situation:
Das knapp 450 ha große Innenstadt-Gebiet, das durch die U 6 und den S-Bahn-Ring im Süden sowie durch mehrere Buslinien optimal erschlossen ist, soll nach Aufgabe des derzeitigen Flugbetriebs und nach Maßgabe des FNP 1994 (Flächennutzungsplan) zivil genutzt werden: Bereits in einer im Sommer 1999 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgelegten städtebaulichen Studie, in der autofreies Wohnen jedoch nicht thematisiert wird, ist ein neuer Stadtteil um einen großen Park herum vorgesehen. Autofreies Wohnen erscheint an zwei Standorten möglich

1996 haben der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg mit dem Konsensbeschluß die Schließung besiegelt. Später kämpften CDU, FDP und Springerpresse lange und am Ende erfolglos für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs.

Mitte Mai 2002 legte der Bezirk eigene Pläne zur Nachnutzung vor. Mitte Juli 2003 stellte der Senat Pläne vor, auf dem Gelände einen Freizeitpark rund um das Thema Fliegen und Luftfahrt zu entwickeln (möglicher Investor damals: Tivoli). Für Wohnungsbau gäbe es keinen Bedarf. Daneben wurden zunehmend weitere Ideen zur Nachnutzung bekannt.

Die Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer bot am 30. September 2004 eine Fläche auf dem Tempelhofer Feld für ein Autofreies Wohngebiet an. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch leider der Zeitplan der Flugbetriebeinstellung vollkommen unklar, so daß wir diesen eigentlich sehr gut für autofreies Wohnen geeigneten Standort zunächst ablehnten, um an anderer Stelle schneller ein Autofreies Stadtviertel entwickeln zu können - was sich bis dato (17.10.2007) jedoch auch nicht realisieren ließ.

Die Berliner Grünen haben Mitte Dezember 2004 ein Doppelringkonzept zur Nachnutzung des gesamten Gebietes vorgelegt, das auch eine Fläche für ein Autofreies Stadtviertel beinhaltet. Der Plan ist eine Weiterentwicklung der Senatsplanung von 1999 und beeinhaltet einige der zwischenzeitlich ins Gespräch gebrachten Nachnutzungsideen.

Am 19. Juli 2006 veranstaltet der Senat eine "Standortkonferenz" zur Nachnutzung des Geländes, und im Frühling 2007 startete der Senat einen Online-Dialog, wo die Berliner/innen bis zum 2. Nov. 2007 ihre Vorschläge zur Nachnutzung anmelden und diejenigen von anderen bewerten konnten.

Doppelringkonzept 

Grüne Berlin, 21.12.2004

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Realisierungschancen Autofrei Wohnen:
Eine berlinweite Umfrage unter über 340 am autofreien Wohnen interessierten Haushalten ergab eine sehr hohe Akzeptanz des Standortes für ein neues Autofreies Stadtviertel. Voraussetzung ist die Aufgabe des regulären Flugbetriebes in jeder Form (d.h. auch keine Museums-Rundflüge, Hobby-/"Sport"-Piloten u.ä.m.) sowie eine seriöse Nachnutzung der übrigen Flächen (d.h. keine Formel 1-Rennstrecken, Auto-Tempel oder ähnliche absurde Ideen).

Die Zukunft des Areals und damit die Chancen für autofreies Wohnen sind offen, weil der Zeitpunkt der tatsächlichen Flugbetriebeinstellung noch nicht bekannt ist (derzeit geplant für 2008) und über ein konkretes Nutzungskonzept für das Gesamtgelände noch nicht entschieden ist.

Im Online-Dialog des Senates (Ende 2007) erhielt unser Nachnutzungsvorschlag "Autofrei Wohnen" die 3.-meisten Zustimmungen aller knapp 400 eingereichten Vorschläge.

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14. April 2008
.
Aktuelles & Termine:

Volksabstimmung am Sonntag, 27. April 2008:
Stimmen sie mit "NEIN"
Stimmen Sie für die Beendigung des Flugbetriebs, und damit für mehr Sicherheit und Gesundheit in der Berliner Innenstadt !

Stoppen sie mit Ihrer "NEIN"-Stimme die dubiosen Investoren, die auf Kosten von 8-mal so viel Arbeitsplätzen andernorts ihre unrealistischen Klinik-Konzepte verkaufen wollen ("Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren").

Stimmen Sie mit Ihrer "NEIN"-Stimme für eine demokratische und partizipative  Entwicklung des Tempelhofer Feldes - für die Chance, diese wunderbare, riesige Freifläche im Herzen der Stadt allen Berliner/innen zurückzugeben !

"Bündnis für ein flugfreies Tempelhof" - Bündniskampagne:
www.tempelhof-flugfrei.de

Treffen der "Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof" (BIFT): www.bift.de

"TEMPELHOF AUFMACHEN. FÜR ALLE." - Bündniskampagne:
www.tempelhof-aufmachen.de

"Online-Dialog" der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zum Tempelhofer Feld:
Vorschlag "Autofrei Wohnen"

Senatsplanung für die Nachnutzung des Tempelhofer Feldes nach Einstellung des Flugbetriebes im Oktober 2008:
Tempelhofer Freiheit

Pressemitteilungen (PM) & Meldungen:

03.07.2006
SenStadt-PM:
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer wendet sich neuen Orten mit Zukunftspotenzial zu | (...) Standortkonferenz zum Flughafen Tempelhof am 19. Juli, 16.00 Uhr, Flughafen Berlin Tempelhof, Platz der Luftbrücke, Eingangsgebäude
.
16.03.2006:
Bundesverwaltungsgericht erlaubt Bau des Großflughafen Schönefeld unter Auflagen - damit ist der Weg zur Schließung von Tempelhof frei.

07.03.2006, 07:45 Uhr:
ARD-Morgenmagazin über Autofrei-Idee für das Tempelhofer Feld:
Serie "Live und unterwegs", Großbaustelle Berlin - Flughafen Tempelhof
Interview im Flughafenrestaurant (r: Justus Kliss, l: Markus Heller)

Basis der Diskussion um die Schließung des Flughafens:

04.07.1996:
Konsensbeschluß von Bund, Land Berlin & Land Brandenburg (PDF, 34 kb)

 

 
1. Übersicht:
- Situation
- Realisierungschancen Autofreies Stadtviertel

2. Steckbrief Autofreies Stadtviertel:
Allgemeines zum Tempelhofer Feld:
- Lage, Verkehrsanbindung
- Nachnutzung & FNP
- Standorte auf dem Tempelhofer Feld
Autofreies Stadtviertel:
- Allgemeines
- Mobilitätskonzept
- Kosten
- Kontakt Initiator/innen

3. weitere Informationen:
- Senatsplanung
- weitere Nachnutzungsideen
- Schließungsdiskussion
- Presse
- Stellungnahmen & Forderungen der Schließungsbefürworter

NEU auf eigener Seite:
- Senatsplanung
- weitere Nachnutzungsideen
- Schließungsdiskussion
- allg. Informationen zum Bezirk Tempelhof

Kontakt autofrei wohnen

2. Steckbrief Autofreies Stadtviertel
Allgemeines zum Tempelhofer Feld:
Lage, Verkehrsanbindung
Nachnutzung & FNP
Standorte auf dem Tempelhofer Feld für Autofreies Stadtviertel
Autofreies Stadtviertel:
Allgemeines
Mobilitätskonzept
Kosten
Kontakt Initiator/innen
Allgemeines zum Tempelhofer Feld:
Lage & Verkehrsanbindung
Das ca 449 ha große Flughafengelände liegt zum größten Teil im Bezirk Tempelhof, lediglich ein östlicher Teil ist Neuköllner Gebiet. Es ist jeweils 5 km vom Alexanderplatz und der City West entfernt und durch die U 6 mit mehreren Stationen am Tempelhofer Damm, die Ring-S-Bahn im Süden sowie durch Busverkehr auf Columbiadamm, Oberlandstraße und parallel zur Ringbahn optimal erschlossen. Das Areal bzw. einige Teilbereiche eignen sich daher für die Realisierung eines autofreien Quartiers.

Das Flughafengebäude (1936-41, Architekt: Ernst Sagebiel) ist mit ~307.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche (BGF, bzw. ~247.000 qm NGF) eines der größten zusammenhängenden Bauwerke der Welt. Größer sind nur u.a. das Pentagon und der Ceaucescu-Palast.

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Allgemeines zum Tempelhofer Feld:
Nachnutzung & Flächennutzungsplanung
Aufgrund der günstigen Standorteigenschaften wird seit längerem auch über eine autofreie Nachnutzung des Flughafengeländes nachgedacht, das ursprünglich als Exerzierplatz und Paradegelände für die berittene Garnison des preußischen "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I genutzt wurde. Bereits 1995 wurde im Rahmen einer Diplomarbeit im Institut für Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin (TU-Berlin) ein Entwurf für ein autofreies Quartier im Bereich des Flughafens Tempelhof erstellt. Auch die Grünen unterstützen die Idee einer autofreien Nachnutzung des Tempelhofer Feldes (siehe Doppelringkonzept).

Im Flächennutzungsplan (FNP, Stand Oktober 1998) ist das Flughafengelände als Grünfläche, Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet dargestellt.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat bereits auf eine autofreie Ökosiedlung hingewiesen (PM SenStadt v. 04.07.2007).

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Standorte auf dem Tempelhofer Feld für Autofreies Stadtviertel
14. Januar 2008:
Es gibt mehrere potentiell sehr gut geeignete Standorte für autofreies Wohnen, z.B.:

Standort AEin Autofreies Wohnquartier könnte im Westen des Tempelhofer Feldes entlang des Tempelhofer Damms im Bereich zwischen den Bahnhöfen U-6-Paradestraße und U-/S-Tempelhof realisiert werden. Es muß jedoch zum Tempelhofer Damm im Westen und zur hochgelegenen Stadtautobahn im Süden durch eine durchgehende Bebauung (mit gewerblicher Nutzung wie z.B. Handel/Dienstleistung) abgeschirmt werden. Die sehr gute Anbindung an den ÖPNV und der weite Blick "ins Grüne" über das Tempelhofer Feld, das bei allen seriösen Nachnutzungsvorschlägen im Inneren unbebaut bleiben soll - auch aus stadtklimatischen Gründen -, sind entscheidende Vorteile. 

Dieser Standortvorschlag wurde von den Berliner Grünen in ihrem Doppelringkonzept (21.12.2004) aufgegriffen.

Doppelringkonzept 

Grüne Berlin, 21.12.2004

Standort BIm süd-östlichen Bereich des Tempelhofer Feldes könnte ein weiteres autofreies Baufeld mit niedrigerer Bebauungsdichte entstehen. Zwar ist dort die Entfernung zu den nächstgelegenen U-/S-Bahnhöfen (U-8-Leinestraße, U-/S-Hermannstraße) größer, dafür hat sie den Vorteil einer potentiell sehr ruhigen Lage weitab von allen Stadtstraßen.

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Autofreies Stadtviertel: Allgemeines
Berlin braucht neben der Möglichkeit für viel Freifläche in der Mitte des Tempelhofer Feldes (aus klimatischen Gründen) endlich auch ein ökologisches Stadtviertel, das beispielhaft aufzeigt, wie eine tatsächlich nachhaltige, d.h. zukunftsfähige Stadtentwicklung aussehen sollte.

Ein zentraler Baustein eines solchen Stadtviertels ist seine Autofreiheit. Daneben sollten die Gebäude selbstverständlich als PLUS-Energie-Häuser konzipiert werden (nicht nur Niedrigenergie Standard). Das Quartier sollte zudem die notwendige Infrastruktur aufweisen (Kitas, Geschäfte etc). Wünschenswert ist auch die Beteiligung von privaten Baugruppen mit ihren sehr individuellen Wohnvorstellungen.

Kompatibilität:
Ein solches Autofreies Stadtviertel ist im Grundsatz kompatibel mit dem Flächenkonzept des Berliner Senates, das im Innenbereich ein "Wiesenmeer" o.ä. vorsieht, das durch einen Ringboulevard vom Außenbereich getrennt wird, wo Wohnen, Gewerbe u.a. Nutzungen vorgesehen sind.

Es ist ebenso mit weiteren verschiedenen Nachnutzungsideen kompatibel (z.B. Wiesenmeer, Naturerlebnispark, Flugfeldsteppe, Campingplatz, Luftfahrt-Museumspark).

Bedingungen:
Einige wichtige Bedingungen für ein solches autofreies Stadtviertel sind:
- die Einstellung jeglicher Flugverkehre auf dem Tempelhofer Feld
- eine möglichst große kompakte Fläche, Mindestgröße 4 Hektar, idealerweise mind. 10-12 Hektar, um die autofreien Wohnumfeldqualitäten erlebbar zu machen,
- für Standort A die Abschirmung vom Straßenlärm des Tempelhofer Damms mit einem *durchgehenden* Gebäuderiegel (Laden- & Büroflächen)
- kein Kfz-Verkehr in dem vorgesehenen Ringboulevard, d.h. ausschließlich nicht-motorisierter und langsamer Verkehr (Fußgänger), auf separaten Bahnen daneben auch Radler, Skater etc.

Zeitrahmen:
Nach einem Planungsvorlauf von ca. 2 Jahren könnte mit dem Bau begonnen werden.

Soziale Mischung:
Ein Autofreies Stadtviertel ist für alle da - sofern sie kein Auto haben, oder ihr Auto abschaffen wollen.

Die Erfahrung mit unserer InteressentInnen-Liste für das durch den BND-Umzug verhinderte Projekt an der Chausseestraße (siehe Steckbrief Autofreies Stadtviertel an der Panke) zeigt, daß sich für autofreies Wohnen die unterschiedlichsten Menschen begeistern: Vom Hausmeister bis zur Professorenfamilie hatten sich dafür über 500 Haushalte angemeldet, obwohl wir, da uns das Grundstück nicht gehörte, die Realisierung des Projektes nie versprechen konnten !
Deren Haushaltsgröße lag mit ca 2,3 Personen über dem Berliner Durchschnitt von 1,9. Das heißt, das autofreie Konzept ist für überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern attraktiv. Dies bestätigen übrigens auch Nachuntersuchungen realisierter autofreier Quartiere: Entgegen der Prognose (Rentner, Studenten, Arme, usw.) ziehen am Ende überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern und andere "ganz normale" Haushalte ein.

Auch ein Autofreies Stadtviertel kann nicht alle Probleme lösen. Wenn es z.B. in Berlin keine Förderung des sozialen Wohnungsbaus gibt, können auch hier keine Sozialwohnungen gebaut werden. Jedoch sind die Möglichkeiten für preiswerteren Wohnraum etwas größer (mehr zu Kosten s.u. Kosten)

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Nachfrage
vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Statistik
vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Soziales Konzept

Wohnformen:
Ziel ist eine breite Vielfalt:
- Miet-, Eigentums- und genossenschaftliche Wohnungen
- Baugruppen und Bauträger
- generationenübergreifendes Wohnen
- spezielle alten- und behindertengerechte Modelle. Es empfiehlt sich, grundsätzlich jede Wohnung auf einen Mindeststandard zu bringen - wir werden alle älter oder haben (jetzt oder künftig) vielleicht Verwandte oder Bekannte im Rollstuhl !
- Mehrfamilienhäuser und "Townhouses" mit 1-2 Wohnungen

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Wohnformen

Statussymbol Auto:
Es gibt insbesondere in Berlin auch erstaunlich viele normal und besser verdienende Menschen, die kein Auto haben. In den meisten Fällen, weil sie es schlicht nicht brauchen und mit BVG/S-Bahn, zu Fuß & mit dem Rad (auch CarSharing) ihren Alltag gut organisieren können. Sie haben andere Statussymbole, z.B. eine größere Wohnung, Urlaubsreisen, öfter oder luxuriöser essen gehen, sich im Taxi fahren lassen, ...

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Autofreies Stadtviertel: Mobilitätskonzept
Befahrbarkeit des autofreien Quartiers:
Grundsätzlich kein Kfz-Verkehr im Autofreien Stadtviertel.

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Mobilitätskonzept

Die wesentlichen Gründe sind folgende Vorteile:
- mehr Ruhe, d.h. kaum Straßenlärm (abgesehen vom "Grundrauschen" inmitten einer Millionenstadt), stattdessen hört man z.B. Naturgeräusche, kann sich überhaupt erst in Ruhe auf der Straße unterhalten ... usw.
- mehr Sicherheit auf der Straße, d.h. z.B. keine Unfälle mit spielenden Kindern.
- mehr Platz für Grün- und Spielflächen
- bessere Luft (keine/weniger Abgase)
kurz: mehr urbane Lebensqualität. (Ein Stadtviertel ist nicht urban, wenn dort viele Autos parken oder fahren, sondern wenn dort viele Menschen unterwegs sind. Venedig ist für dieses Verständnis von Urbanität ein Beispiel.)

Daher sind auch keine Ausnahmen ("Kompromisse") der Befahrbarkeit im Quartier vorgesehen, etwa für Elektro- oder niedrigmotorisierte Fahrzeuge.
Die einzigen Ausnahmen gelten selbstverständlich für:
- Blaulichtfahrzeuge (Feuerwehr, Polizei)
- Gelblichtfahrzeuge (Müll etc., wobei auch solche Verkehre je nach Konzept u.U. vermieden werden könnten),
- Umzugs-Möbelwagen,
- je nach Größe und Bebauungsdichte des Gebietes evtl. auch öffentlicher Nahverkehr (Busse),
- später auftretende Behinderung (entgegen einer weitverbreiteten Meinung liegt der Autobesitz von behinderten Menschen erheblich unter dem Durchschnitt !) und
- ähnliche unvermeidbare echte Sonderfälle.

Stellplätze für Wohnen:
Stellplatzschlüssel max. 0,1 (= 1 Stellplatz pro 10 Wohnungen)
Für CarSharing, Besucherverkehr, Sonderfälle. Daher muß auch kein Geld verschwendet werden, um am Rand der Siedlung riesige Parkplätze zu bauen. Diese vergleichsweise wenigen Stellplätze werden am Rand des autofreien Gebietes und überwiegend in Tiefgaragen angeordnet (z.B. für Standort A: am Tempelhofer Damm). Die Stellplätze für Anlieferungen & Carsharing sollten oberirdisch sein.

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Stellplätze

Die Erfahrungen der realisierten autofreien Gebiete z.B. in Hamburg (Saarlandstraße) oder Münster (Weißenburgsiedlung) zeigen, daß sogar weniger als 0,1 Stellplätze pro Wohnung erforderlich sind.

Stellplätze für Gewerbe:
Gewerbliche Nutzungen, die Stellplätze benötigen, werden am Rand des autofreien Gebietes plaziert (z.B. für Standort A: am Tempelhofer Damm). Für sie gilt ein separater Stellplatzschlüssel, der im Rahmen der Planung noch festzulegen ist.

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Stellplätze

Rechtliche Regelungen:
Die autofreien Haushalte wollen die Sicherheit haben, daß das Gebiet tatsächlich autofrei ist und bleibt, sonst würden sie dort nicht hinziehen. Es soll daher keine faulen Kompromisse geben, die das Konzept aufweichen und am Ende für die autofreien Haushalte uninteressant machen. Es ist daher ein Mindestmaß an rechtlichen Regelungen notwendig (z.B. im Bebauungsplan, Grundbuch etc).

vgl. Beispiel Autofreies Stadtviertel an der Panke > Rechtliche Regelungen

Zusätzliche Selbstverpflichtungen zur Autofreiheit für Mieter und Wohnungseigentümer sind möglich, aber nicht unbedingt erforderlich. Entscheidend ist hier, daß vor einem Einzug jede/r weiß, daß ein privater Stellplatz im Gebiet nicht zur Verfügung stehen wird.

Die Erfahrungen realisierter autofreier Gebiete zeigen, daß das Vorurteil "die Autofreien kaufen sich alle später ein Auto und parken dann die Umgebung zu" in der Praxis nicht in nennenswertem Umfang auftritt. Es ist eher das Gegenteil der Fall: In dem Hamburger Beispiel wird selbst die reduzierte Anzahl an Stellplätzen von den Autofreien nicht voll ausgenutzt, so daß diese Stellplätze teilweise von Leuten aus der (autobesitzenden) Umgebung benutzt werden !

Um jeden mißbräuchlichen Einzelfall garantiert auszuschließen, könnte in der Umgebung eine Parkraumbewirtschaftung eingerichtet werden, mit Plaketten selbstverständlich nicht für die Bewohnerschaft des autofreien Quartiers. Wenn dann immer noch ein Haushalt mit Auto in das autofreie Gebiet einziehen wollte, würde er *vorher* wissen, daß es für ihn relativ teuer (a) oder unbequem (b) wird, denn er müßte sich entweder (a) in der Umgebung einen Stellplatz privat anmieten, oder (b) irgendwo im Stadtgebiet - also relativ weit entfernt - täglich neu einen Parkplatz suchen.

Insofern ist ein derart konzipiertes Autofreies Stadtviertel tatsächlich nur für autofreie Haushalte wirklich attraktiv.

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Autofreies Stadtviertel: Kosten
Die aufgrund des stark reduzierten Stellplatzschlüssels nicht gebauten Stellplätze sparen erhebliche Kosten.
Dies ist ein struktureller Vorteil gegenüber jedem konventionellen Stadtviertel.

Es kann später (mit der künftigen Bewohnerschaft) besprochen & entschieden werden, wofür diese Kosteneinsparung verwendet werden soll:

- Variante A: preiswerterer Wohnraum (dies ermöglicht auch einkommensschwächeren Haushalten das Wohnen in der Innenstadt) als im vergleichbaren Wohnungsneubau, oder

- Variante B: Verbesserung der Infrastruktur im Gebiet (z.B. Mobilitätszentrale/Fahrradstation, Gemeinschaftseinrichtungen, Verbesserung der Gestaltung von Grünflächen im Quartier, usw. usf.), oder

- Variante C: Mischung von A / B

Es gibt für diese Vorgehensweise (Var. A/B/C) bereits ein Vorbild: Das autofreie Quartier in Wien-Floridsdorf.

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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Autofreies Stadtviertel: Kontakt Initiator/innen
Markus Heller (Details siehe Kontakt > Architekturbüro Heller), Arbeitsgemeinschaft Autofrei Wohnen Berlin
&
Martin Schlegel (Details siehe Kontakt > BUND Berlin e.V.), Arbeitsgemeinschaft Autofrei Wohnen Berlin

2. Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
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3. weitere Informationen:
Senatsplanung
weitere Nachnutzungsideen
Schließungsdiskussion
Presse
Stellungnahmen Schließungsbefürworter

NEU: auf eigener Seite:
Senatsplanung - Details
weitere Nachnutzungsideen - Details
Schließungsdiskussion - Details
allg. Informationen zum Bezirk Tempelhof

Senatsplanungen
17. Oktober 2007
In der 2. Phase der Ideenbörse (Online-Dialog) der Senatsverwaltung können die Vorschläge der Berliner/innen zur Nachnutzung nach Einstellung des Flugbetriebes 2008 sichtbar geschaltet werden.

Auch wir haben hier unseren Vorschlag für ein Autofreies Stadtviertel vorgestellt:
- "Autofrei Wohnen"
Von weiteren Teilnehmer/innen wurde ebenfalls autofreies Wohnen vorgeschlagen:
- "Zentrale Grünfläche und autofreies Wohnen am Rande"
- "Autofreies Wohnen und vor allem viel Grün"
Die Vorschläge konnten bis zum 2. November 2007 bewertet werden.

Mehr: Zur Entwicklung der Nachnutzungsideen des Senates siehe in
.../temp-senatsplanung.html

Weitere Details siehe Presse.

3. weitere Informationen
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weitere städtebauliche Planungen und Ideen
Auswahl der folgenden Positiv- und Negativbeispiele auf einer separaten Webseite: .../temp-senatsplanung.html
Doppelringkonzept (2004, Grüne Berlin)
Senatsplanung:
- Ideenbörse/Online-Dialog (2007), 
- Wiesenmeer (2006), 
- Park der Luftbrücke (1999)
Naturerlebnispark
Flugfeldsteppe
Campingplatz
Nachnutzungsvorschlag d. BI Flughafen Tempelhof (1988)
Zentralpark Tempelhofer Feld (1. Nachnutzungsvorschlag, 1976)
Entertainment
Luftfahrt-Museumspark
Abfertigungsterminal für Schönefeld mit Fortsetzung des Flugbetriebes
Auto-Tempel
Formel 1-Rennstrecke
noch mehr Ideen ...
Die unendliche Schließungsdiskussion gebiert unablässig neue Nachnutzungsideen - das Tempelhofer Feld stellt sich als perfekte Projektionsfläche für die Träume und Ideen aller Gruppen der Gesellschaft heraus. Originell: "... eine kapitalismusfreie Zone ohne milliardenschwere Investoren." (ND, 12.02.2007).

Seriöser ist die Einrichtung einer Ideenbörse (siehe "Online Dialog") der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Dort finden sich viele kreative und sinnvolle Ideen der Berliner/innen, aber auch viele mehr oder weniger originelle Absurditäten.
Anfang Oktober wurden die Vorschläge freigeschaltet, Ideen konnten bis zum 2. November 2007 eingebracht und bewertet werden.

Mehr: verschiedene Nachnutzungsideen werden hier vorgestellt: .../temp-senatsplanung.html

3. weitere Informationen
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Schließungsdiskussion
Perspektiven der Flugbetrieb-Einstellung, Interessenlagen
Diskussionsgrundlage:
Grundlage aller Diskussionen um die Schließung des Flughafens ist der Konsensbeschluß vom 04. Juli 1996 (PDF, ~kb), in dem die Bundesrepublik und die Länder Berlin und Brandenburg die Schließung vereinbart haben.

17. Oktober 2007
Die Befürworter einer Aufrechterhaltung des Flugbetriebes versuchen mit einer Volksabstimmung ihr Ziel durchzusetzen. Der Senat bekräftigt, aus juristischen (und politischen) Gründen in jedem Fall den Flugbetrieb einzustellen: Am Abend des 30. Oktober 2008 wird zum letzten Mal ein Flugzeug in Tempelhof abheben.

Mehr: Zur unendlichen Diskussion über die Einstellung des Flugbetriebs siehe
.../temp-senatsplanung.html
Stand: Oktober 2007 | April 2007 | 12.02.2007 | 16.03.2006 | 25.09.2004 | 22.01.2004 | 25.02.2002 | 25.10.2001

Einen Überblick über die Geschichte des Geländes und der Zeppeline mit vielen historischen Bildern enthält die Diplomarbeit von Meinrad Jedelsky (TU Berlin, 1995).

3. weitere Informationen
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Stellungnahmen & Forderungen von NGOs für die Schließung und Nachnutzung des Flughafens:
TEMPELHOF AUFMACHEN. FÜR ALLE.
BIFT - Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof
BI gegen das Luftkreuz
BUND Berlin e.V.
VCD Nordost e.V.
TEMPELHOF AUFMACHEN. FÜR ALLE.
Das Tempelhofer Feld steckt voller Möglichkeiten. Keine andere europäische Metropole kann eine so spannende Fläche in ihrer Mitte neu gestalten.Dazu brauchen wir keine Flugzeuge. Gefragt sind: spannende Ideen, Investoren mit Weitblick und ein Senat, der mit den BürgerInnen spricht. Nur im Dialog kann eine sinnvolle wirtschaftliche und ökologische Perspektive entstehen. Deshalb fordern wir als ersten Schritt die Öffnung des Flugfeldes um es zu erleben und kennenzulernen.

eine Initiative von
- BIFT - Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof
- Bündnis 90/Die Grünen Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg
- Bürgerinitiative Westtangente

www.tempelhof-aufmachen.de

3. weitere Informationen
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BIFT - Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof
seit 2001 als Zusammenschluß der Tempelhofer "BI Flughafen Tempelhof" mit der Neuköllner "Bürgergruppe Herfurthstraße/Oderstraße" unter dem Namen "Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof - Bürger für die Schließung des Flughafens Tempelhof -", seit 2008 neuer Name "Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof"

Kriterienkatalog zur Nachnutzung des Flughafens Berlin-Tempelhof (Stand: 30.9.2004)

Die "BI Flughafen Tempelhof" machte 1988 anläßlich eines Wettbewerbes einen Nachnutzungsvorschlag, der immerhin - im Gegensatz zu vielen anderen Nachnutzungsideen - ein Gesamtkonzept ist und mit dem 2. Preis der Berliner SPD prämiert wurde: Alternative Planung des Flughafens Tempelhof (JPG, 90 kb)

• Kontakt:
www.bift.de

3. weitere Informationen
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BI gegen das Luftkreuz - Bürgerinnen und Bürger gegen das Luftkreuz
Initiative für die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tegel (& Tempelhof)
umfangreiche Informationen und erschöpfende Linkliste zum Thema, Newsletter
• Pressemitteilung August 2004: Nachnutzungsidee Campingplatz

• Kontakt:
Johannes Hauenstein (Sprecher), Berenhorststr. 5, D-13403 Berlin
Tel.: +49-(0)30-4138307; Fax: +49-(0)30-4138478; Mobil: +49-(0)172-3264283
Mail: BIgegendasLuftkreuz [Anti-Spam-Image] t-online [Punkt] de
www.bigegendasluftkreuz.de

Logo BI gegen das Luftkreuz

3. weitere Informationen
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BUND Berlin e.V. - Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
BUND Position zum Luftverkehr, dort auch Nachnutzungskonzept
Verkehrsreferent: Martin Schlegel
Der Arbeitskreis Mobilität trifft sich i.d.R. an jedem Donnerstag um 19 Uhr

• Kontakt: 
Geschäftsstelle BUND Berlin e.V., Crellestraße 35, 10827 Berlin
Tel.: +49-(0)30-787900-17, Fax: -18
Mail: verkehr [Anti-Spam-Image] bund-berlin [Punkt] de
www.bund-berlin.de

3. weitere Informationen
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VCD Nordost (ehem. VCD Berlin) - Verkehrsclub Deutschland
• Arbeitskreis Flugverkehr; Sprecher: Ulrich Ganitta
Der AK Flugverkehr trifft sich an jedem dritten Mittwoch im Monat um 16 Uhr (vor der Mittwochsrunde).

• Kontakt: 
Geschäftsstelle VCD Berlin e.V., Yorckstraße 48, 10965 Berlin
Tel.: +49-(0)30-4463-664, Fax: -703
Mail: info [Anti-Spam-Image] vcd-nordost [Punkt] de
www.vcd-nordost.de

3. weitere Informationen
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Logo Autofreies Stadtviertel an der Panke

Kontakt autofrei wohnen
Architekturbüro Heller

Start www.autofrei-wohnen.de

URL dieser Seite: http://www.autofrei-wohnen.de/Berlin/TempProjekt.html
www.autofrei-wohnen.de begreift sich als umweltabhängiger NGO-Knotenpunkt im internationalen autofreien Netzwerk. © & Seitenbau: M. Heller, Berlin

21.12.2004:
Doppelringkonzept

Vorschlag der Berliner Grünen sieht Baufeld für Autofreies Wohnen vor (mit Lageplan)


Tempelhofer Feld

Sommer 1999:
Park der Luftbrücke

Bebauungsstudie Senatsverwaltung für Stadtentwicklung