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Gelände des zukünftig stillgelegten Flughafenfeldes BIFT - Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof - Bürger für die Schließung des Flughafens Tempelhof - V.i.S.d.P. dieser Webseite: Manfred Herrmann, für BIFT Pressemitteilung
30. November 2006:
Volksbegehren für Offenhaltung Tempelhofs ist abwegig und beweist TorschlusspanikDie Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof (BIFT) erklärt zu dem gestern von der Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT) gestarteten Antrag für ein Volksbegehren zum Weiterbetrieb des Flughafens Tempelhof: „Das angestrebte Volksbegehren ist – bei allem Respekt vor „Demokratie von unten“ - in mehrfacher Hinsicht abwegig und entspringt offenbar einer Torschlusspanik: 1. Die ICAT ignoriert weiterhin die gegenwärtige Lärm- und Luftbelastung und das Unfallrisiko für die Anwohner; überdies will sie die Zahl der Flugbewegungen (heute etwa 40.000 pro Jahr) verdoppeln und die der Passagiere (heute rund 600.000) verdreifachen, damit der Flughafen aus den roten Zahlen kommt. 2. Die ICAT verlangt weiterhin einen „Freibrief“ für alle möglichen Arten des Flugverkehrs: denn der Status eines internationalen Verkehrsflughafens erlaubt – jedenfalls nach Ansicht der Berliner Luftfahrtbehörde – bis auf Nachtflugbeschränkungen keinerlei Restriktionen für landewillige Flieger. So hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nach dem tödlichen Absturz eines einmotorigen Kleinflugzeugs im Jahre 2001 festgestellt, dass selbst dieser besonders unfallträchtige Flugzeugtyp nicht ausgeschlossen werden könne. Ähnlich dürfte es um die von der ICAT am Rande vorgeschlagene Gewichtsbegrenzung auf 50 Tonnen bestellt sein. In diesem Jahr mussten die Anwohner erleben, dass sowohl ein tagelang nervendes Flugrennspektakel von Red Bull als auch die massenhafte Abreise von Prominenten mitten in der Nacht nach dem Fußball-WM-Finale vom Senat zugelassen worden ist. 3. Die ICAT gefährdet den gerichtlich bestätigten Planfeststellungsbeschluss für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI). Dieser setzt die Schließung der beiden innerstädtischen Flughäfen Tempelhof und Tegel voraus, und zwar nicht nur aus Kapazitätsgründen, sondern auch weil damit die Zahl der negativ vom Flugbetrieb betroffenen Anrainer erheblich vermindert werden kann. Diese Ansicht teilen mittlerweile alle drei Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg. 4. Die ICAT hat wichtige Fluggesellschaften gegen sich: die Lufthansa hat bereits 1994 ihren Gründungsflughafen verlassen; Air Berlin zog nach der Übernahme der dba deren Flüge (mit 130.000 Passagieren) vor einem Monat von Tempelhof ab; die Charter- und Wartungsfirma Beechcraft ging 2004 von Tempelhof nach Schönefeld; und das Tempelhofer Charterunternehmen Windrose Air setzt nicht auf eine Offenhaltung für den Linienverkehr, sondern nur für den Gelegenheitsverkehr von Geschäfts- und Freizeitfliegern (was freilich wirtschaftlich noch aussichtsloser wäre). 5. Die ICAT kommt einfach zu spät: alle Regierungen und Parlamente auf Länder- und Bundesebene haben mehrheitlich die Stillegung gebilligt; im Juni 2004 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Schließungsbescheid für 2007 erlassen, über den am 19. Dezember das Oberverwaltungsgericht voraussichtlich positiv – wie bei Tegel vor einem Jahr – befinden wird. Selbst wenn der Senat wollte, könnte er den Schließungsbescheid nicht im Alleingang aufheben, da zur antragstellenden Berliner Flughafengesellschaft auch der Bund und Brandenburg gehören.“ Für die BIFT: gez.
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BIFT - Bürgerinitiative Flughafen Tempelhofc/o Manfred Herrmann Bootsbauerstr.18 | D-10245 Berlin Tel.: +49-(0)30-6847116 Fax.: +49-(0)30-68057031 Mail: mp [Punkt] herrmann [ Kontakt
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30.
November 2006
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