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in Berlin:
... lebt fast die Hälfte aller Haushalte autofrei !
Fußgängerzonen (FGZ) in Berlin
& für den Autoverkehr gesperrte (kurze) Straßenabschnitte
existing pedestrian areas in Berlin & streets closed for cars

Berlin-Mitte:
Pariser Platz
Rathausstr./Alexanderplatz
Nicolaiviertel
Pappelplatz

Pariser Platz
Presse
   Seit Oktober 2002 ist der Platz endgültig Fußgängerzone - nach jahrelangen Diskussionen, die sich im Wesentlichen auf die Durchfahrbarkeit des Brandenburger Tores für Privat-PKW, Busse und Taxen bezogen. Nachdem in einer testweisen Sperrung aufgrund der Platzgestaltung und Torsanierung das von ADAC, CDU und FDP prognostizierte "Verkehrschaos" in den umgebenden Straßen zu ihrem Ärger leider ausblieb und auch "das Volk" immer intensiver eine Fußgängerzone forderte, entdeckte sogar der wendige Stadtentwicklungssenator Strieder (SPD) die Qualitäten eines autofreien Pariser Platzes. Auch die PDS plädierte am Ende für die Sperrung des Tores für PKWs, Busse und Taxen, was von der Gegenseite mit freudiger Häme als historische Kontinuität interpretiert wurde. Keine Verrenkungen hingegen mußten die Grünen machen: Sie waren die einzige Partei, die sich konsequent von Anfang an für die Öffnung des Brandenburger Tores nur für Fußgänger und Radler - und damit für eine Fußgängerzone auf dem Platz - engagiert hatten. Leider sieht der Platz mit seinen Bordsteinkanten immer noch wie eine Straße aus, so daß sich häufig Autos auf ihn verirren ... 

Presse:
auf die unzähligen Zeitungsartikel wird hier verzichtet (bei Bedarf bitte selber googeln) - kurz und knapp reichen folgende Pressemeldungen und -artikel:
- 21.05.2005, taz: Der Platz, der keinen überzeugt
- 02.10.2003, Die Welt: Feiern, schlendern, glücklich sein - Ein Jahr nach dem Ende der Restaurierungsarbeiten am Brandenburger Tor: Der Pariser Platz wird endgültig zum Salon der Hauptstadt
- 22.10.2002, Presseerklärung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus: Endlich: Pariser Platz wird Platz zum Wohlfühlen
- 29.08.2002, Entschließungsantrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der BVV Mitte: Schließung Brandenburger Tor
- 23.09.2000, Die Welt: Sonntag soll Berlin Bahn fahren - In der Hauptstadt findet der autofreie Freitag am Sonntag statt- Protest der Grünen
Informationen zum Platz:
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Denkmale in Berlin: Pariser Platz

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Rathausstr./Alexanderplatz - Spandauer Str. / Bereich um Fernsehturm & Marienkirche
Presse
   Anfang 2002 wurde ein Teil dieser Fußgängerzone (Rathausstraße) von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Frage gestellt. In einer Veranstaltung am 6. März 2002, die sie zur Straßenbahnplanung durchführte, protestierten jedoch sowohl die Anwohner als auch die Investorenvertreter gegen die Straßenplanung. Daraufhin hat die BVV-Mitte einstimmig dies Planung zurückgewiesen (Antragstext).

  Der Bezirk Mitte war für den Erhalt der Fußgängerzone, hatte aber kein Veto-Recht gegen den Senat. Die Aufhebung der Fußgängerzone begründeten die Senats-Verkehrsplaner mit der Anlieferung eines neu geplanten Kaufhauses. Damit wäre neuen Schleichwegen Tür und Tor geöffnet worden, die Rathausstraße wäre zu einer ganz normalen, verkehrsbelasteten Autostraße degeneriert. Einer der letzten Orte, wo man entspannt einkaufen kann, wäre - trotz "Beruhigungspille" Tempo 30-Regelung, an die sich, wie mittlerweile üblich, niemand hält - verlärmt und verdreckt worden.
   Interessanterweise verlangte jedoch der Investor dieses Kaufhauses die Umwidmung der Fußgängerzone in eine Autostraße überhaupt nicht, er war sogar ausdrücklich dagegen, die Anwohner waren ebenfalls empört. Sollte das also wieder ein typischer Berliner Schildbürgerstreich werden ?
   Die Berliner Senatsverwaltung glaubte mal wieder alles besser zu wissen - als ob nicht in hunderten von Fußgängerzonen in Deutschland die Geschäfte problemlos angeliefert werden könnten! "Nachhaltige Stadtentwicklung", "Verkehrsvermeidung" und "Umweltschutz" sind offenbar immer noch Fremdwörter in der Senatsverwaltung ... zurück zur autogerechten Stadt der 60-er Jahre ?

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Start Rathausstraße / Alexanderplatz

"Urbane" Stadt: so hätte die Rathausstraße beinahe ausgesehen,
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... wenn sich die Vorstellungen des Senatsbaudirektors durchgesetzt hätten!
Fotomontage: Stephan von Dassel, Bündnis90/Die Grünen-Mitte

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Presse:
- 30.04.2005, Berliner Zeitung: Vis-à-vis vom Fernsehturm | Wohnen direkt neben dem Berliner Rathaus
- 27.03.2005, Der Tagesspiegel: Wie heißt dieser Platz?
Einstellung der Straßenplanung:
- 03.06.2002, Senatsverkehrsverwaltung, Beantwortung einer Kleinen Anfrage von Michael Cramer, MdA Bündnis 90 Die Grünen: Autos am Alexanderplatz wichtiger als Fußgänger(innen) ?
- 18.05.2002, Berliner Zeitung: Rathauspassage bleibt Boulevard - Senat streicht Straßenbau
- 17.05.2002, Presseerklärung Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgesordnetenhaus: Gelder für Straßenneubau in Rathauspassage gestrichen
www.gruene-berlin.de/mitte/aktuelles/PE-Alex-Claudia.html
Anwohnerveranstaltung:
- Scheinschlag 04/2002:
Möglichst billig, möglichst schnell ­ und Punkt / Neue Tendenzen und alte Probleme in der Berliner Verkehrspolitik
- 08.03.2002, Berliner Zeitung:
MITTE: Nur der Senat will die neue Straße am Alex - Bezirk, Anwohner und Investoren sind dagegen
- 05.03.2002, Berliner Kurier:
Protest gegen eine neue Straße am Alex
Senat plant Straße anstelle Fußgängerzone:
- 01.03.2002, Berliner Zeitung:
MITTE - Grüne: Fußgängerzone soll bleiben
- 01.03.2002, Neues Deutschland:
Autos überfahren Fußgängerzone - Durch die Rathausstraße will der Senat nicht nur die Straßenbahn fahren lassen
- 01.03.2002, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - Pressemitteilung:
Erschließung der Rathauspassagen tut dem Areal am Fernsehturm gut
- 26.02.2002, Berliner Zeitung:
MITTE: Bummeln adé - Die Rathausstraße soll bald keine Fußgängerzone mehr sein
- 28.01.2002, Berliner Kurier:
Kabbelei um Straßenplan

Stellungnahmen & Initiativen Parteien
• Position der Grünen:
- Bündnis90/Die Grünen Abgeordnetenhaus Berlin
- Bündnis90/Die Grünen Berlin-Mitte

Stellungnahmen & Initiativen NGOs
• Position des BUND Berlin e.V.:
- Urbaner Stadtraum Alexanderplatz (Stadtplanung)

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Nicolaiviertel:
   Theoretisch ist das ganze Viertel eine Fußgängerzone, es wird aber trotzdem überall zugeparkt, siehe:
- http://danionline.piranho.de/Sehenswuerdigkeiten/Nikolaiviertel/nikolaiviertel.htm

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Start Nicolaiviertel

Skate-Anlage Pappelplatz:
   Der Pappelplatz war einst Marktplatz und wurde 1912/13 als kleiner Stadtpark mit Grünflächen, Rosenrabatten und dem Geldzählerbrunnen angelegt.

   Ein sehr schönes Beispiel, wie auch Umgestaltungen kurzer und für den Autoverkehr überflüssiger Straßenabschnitte die Lebensqualität im Kiez erhöhen können, ist diese neue Spielfläche auf der ehemaligen Straße zwischen Pappelplatz und dem Friedhof der Sophiengemeinde (Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt).

   Nach einer Anwohnerbefragung (89,6 Prozent Zustimmung und nur 2,3 Prozent Ablehnung!) ist im März 2003 in Zusammenarbeit mit Skate-Spezialisten eine Skateranlage entstanden, die von den Jugendlichen aus der Nachbarschaft intensiv benutzt wird. Die anfänglichen Bedenken wegen der Friedhofsruhe konnten nach einem intensiven Abstimmungsprozess mit dem Gemeindekirchenrat ausgeräumt werden.

- Skateranlage Pappelplatz (Informationen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit Plänen, Fotos und Daten zur Umgestaltung)

Lageplan Pappelplatz

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Logo Autofreies Stadtviertel an der Panke

Kontakt autofrei wohnen:
Architekturbüro Heller

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www.autofrei-wohnen.de begreift sich als umweltabhängiger NGO-Knotenpunkt im internationalen autofreien Netzwerk. © & Seitenbau: M. Heller, Berlin

21. Oktober 2005
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Aktuelles
09.10.2004:
Wird `Unter den Linden´ im Sommer 2005 in eine große Wiese verwandelt?

Ausstellung exhibition:
Autofreies Leben in Europa
.Carfree Life In Europe

Fußgängerzone in Mainz größer/larger
(Galerie bei sujet.design)