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Berlin-Mitte
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... lebt fast die Hälfte aller Haushalte autofrei ! Standortsuche für ein neues Autofreies Stadtviertel im Bereich des inneren S-Bahn-Ringes potentielle
Standorte:
Standortkriterien
AnlaßAufgrund der Verhinderung des Autofreien Stadtviertels an der Panke durch den Berliner Senat, auf das sich zwischen 1998 und 2004 alle Bemühungen konzentriert hatten, sucht die Arbeitsgemeinschaft nach neuen Standorten für ein größeres Autofreies Stadtviertel. Die neue Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer bot in einem Treffen am 30.09.2004 mehrere neue Standorte an, darunter das RAW-Gelände und das Tempelhofer Feld. Sie erklärte nachdrücklich, daß sie Autofreies Wohnen in Berlin befürwortet. Nach den entmutigenden Erfahrungen mit ihrem Amtsvorgaenger Strieder war für uns dabei auch ihre Aussage entscheidend, dass ihre Verwaltungsmitarbeiter und insbesondere auch der seinerzeit zuständige Senatsbaudirektor Stimmann autofreies Wohnen unterstützten würden. Wir hoffen, daß künftig Autofreies Wohnen in Berlin nicht noch einmal aus politischen Gründen oder durch taktisches Blockieren und Zeitverzögern verhindert wird. potentielle StandorteNachfolgend sind die ersten Standorte mit einer unvollständigen (und subjektiven) Auswahl wesentlicher Vor- und Nachteile aufgelistet. Aber schauen Sie sich die Situation vor Ort am besten selbst an und teilen Sie uns Ihre Einschätzung mit: -
Gefällt Ihnen der Kiez und die Nachbarschaft ?
Leider genügen die Grundstücke nicht allen Kriterien, aber sie haben noch genügend Vorteile zu bieten. Letztlich müssen Sie, die künftigen BewohnerInnen, entscheiden, an welchem neuen Standort Sie sich vorstellen können, autofrei zu wohnen. Derzeit werden folgende Standorte von uns geprüft: Gleisdreieck: "Möckernkiez", Kreuzberg• Situation: Die vor Ort aktiven Initiativen Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck und Bürgerinitiative Westtangente (eine der ältesten BIs Deutschlands) engagieren sich für eine größtmögliche Flächenutzung als Park. Sie sind daher gegen eine Bebauung, werden diese aber nicht verhindern können, da sich Grundstückseigentümer und Senat darin einig sind, daß hier das Baufeld "Möckernkiez" entstehen soll. Für dieses Baufeld "Möckernkiez" laufen derzeit Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, eventuell ist dort in Zukunft Autofreies Wohnen möglich. Details: moeckernkiez.de • Vorteile: - Verkehrsanbindung: sehr gut (S- & U-Bahnen, Busse) - Grundstücksgröße: nicht groß genug für einen speziellen Stadtviertelcharakter mit straßen und Plätzen, dennoch für autofreies Wohnen empfehlenswert. - städtebauliche Situation: Gleisdreieck-Park, funktionierender Kiez mit vielfältiger Infrastruktur in der Umgebung - Grundstückszuschnitt (Kompaktheit): gut • Nachteile: - Verkehrslärm von 2-3 Seiten (u.a. Yorckstr.) - zu hohe Bebauungsdichte/GFZ vorgesehen und damit zu hohe Preisvorstellung des Grundstückseigentümers zu befürchten. • Fazit: Der Standort ist mit Vorbehalten auch für berlinweite InteressentInnen geeignet. RAW-Gelände, Friedrichshain• Situation: Die insgesamt ~7 ha umfassende innerstädtischen Brache (ehem. Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) "Franz Stenzer") gehörte zum Bundeseisenbahnvermögen (VIVICO) und wurde am 05. Juli 2007 an die R.E.D. Berlin Development GmbH verkauft. Auf dem Gelände sind viele soziale und kulturelle Initiativen aktiv, u.a.: - www.revaler5eck.de (Gemeinsames Portal der ortsansässigen Nutzer und ihre Planungsvorstellungen für das Gelände) - www.raw-tempel.de (RAW tempel e.V.) - www.workstation-berlin.org (workstation e.V.) - www.ideenaufruf.org (Ideenaufruf, jetzt umgezogen zum Ostbahnhof) - www.skatehalle-berlin.de (Betreiber: five-o GmbH) Für ein autofreies Stadtviertel käme eine Teilfläche in der Mitte des Geländes in Frage. Die R.E.D. Berlin Development GmbH hat am 06. Februar 2008 in einer ersten öffentlichen Präsentation ihrer Pläne angekündigt, neben vielfältigen sportlichen, sozio-kulturellen und kommerziellen Nutzungen (u.a. FairTrade Center) auf einem Teilbereich auch autofreies Wohnen zu realisieren. Die vorgestellten Pläne seien "erste Skizzen", die unter Beteiligung der ortsansässigen Nutzer und des Bezirks "gemeinsam zu etwas Neuem" entwickelt werden sollen. Unter "autofrei" versteht die R.E.D. jedoch nur stellplatzfreies Wohnen, ähnlich wie in Freiburg Vauban. Geplant sind Tiefgaragen, am Ende wird das Gebiet wahrscheinlich optisch frei sein. (zur Begriffsklärung "autofrei", "stellplatzfrei", "optisch autofrei" siehe Definitionen). Die Initiativen fürchten, vom Gelände verdrängt zu werden. Sie hoffen, daß Ihr Konzept des Architekten Volkmann, das einen weitgehenden Erhalt der vorhanden Bausubstanz vorsieht, in der weiteren Planung Berücksichtigung findet. • Presse: - zur Veranstaltung am 06.02.2008: Der Tagesspiegel, taz (Kommentar), taz (Bericht), taz (Info Gentrification), Berliner Zeitung, Neues Deutschland, Berliner Morgenpost - zum Grundstücksverkauf an die R.E.D. Berlin Development GmbH: Der Tagesspiegel (17.09.2007), Der Tagesspiegel (03.09.2007), Berliner Zeitung (30.08.2007), Berliner Morgenpost (01.08.2007), Berliner Morgenpost (12.07.2007), Berliner Kurier (06.07.2007), VIVICO (Pressemeldung 05.07.2007) • Vorteile: - Verkehrsanbindung sehr gut (S- & U-Bahn, Straßenbahn) - Grundstücksgröße & -zuschnitt (Kompaktheit) auf dem möglichen Teilgrundstück noch ausreichend - Ost-West-Lage - Vorschlag von Senatorin Junge-Reyer (30.09.2004) • Nachteile: - Verkehrslärm von 3 (-4) Seiten (u.a. hochgelegener Innenstadtring Warschauer Str.), der kaum baulich abgeschirmt werden kann • Fazit: Es ist zu wünschen, daß der neue Eigentümer auf dem Gelände tatsächlich eine autofreie Planung umsetzt ! Tempelhofer Feld, Tempelhof/Neukölln• Situation: Auf mehreren Teilbereichen wäre ein autofreies Quartier möglich, siehe Beschreibung Projekt Tempelhofer Feld > 2.3. autofreie Standorte Im Oktober 2008 wurde der Flugbetrieb nach einer jahrelangen Hetzkampagne der Springerpresse gegen den Berliner Senat endlich eingestellt. Auch ein Bürgerbegehren sowie diverse Klagen vor Gericht (für die Beibehaltung des Flubetriebs) blieben erfolglos. Im Online-Dialog des Berliner Senats (Ende 2007) erhielt der Vorschlag "Autofrei Wohnen" unter allen ca 400 Vorschlägen die 3-meisten Zustimmungen und war Sieger in der Kategorie "Wohnen". Dennoch machte der Senat das Thema "autofrei" nicht zu einer Planungsvorgabe im städtebaulichen Ideenwettbewerb "Columbiaquartier". • Vorteile: - Verkehrsanbindung: sehr gut (S- & U-Bahn, Busse) - städtebauliche Situation: großer Park und vielfältige Infrastrukturangebote sind geplant - Grundstücksgröße: Ein größeres Autofreies Stadtviertel wäre sehr gut möglich - Grundstückszuschnitt (Kompaktheit): ebenfalls sehr gut möglich - Vorschlag von Senatorin Junge-Reyer (30.09.2004), jedoch keine ernsthafte planerische Unterstützung für Autofreies Wohnen erkennbar • Nachteile: - die verschiedenen in Frage kommenden Gebiete auf dem Tempelhofer Feld haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, Details siehe Projekt Tempelhofer Feld. Insgesamt überwiegen deutlic die Vorteile. • Fazit: Der Standort bzw. verschiedene Gebiete auf dem Tempelhofer Feld sind gut geeignet. [Standort]Die Verfügbarkeit eines ca. 5 Hektar (50.000 qm) großen Baufeldes (als Autofreies Stadtviertel mit ca 5-600 Wohnungen) ist derzeit ungeklärt, da die mögliche Fläche eventuell grundsätzlich NICHT bebaut werden soll. (Details später) Kriterien für neue autofreie Projekte im Innenstadtgebiet (innerer S-Bahnring)Ein neues Grundstück für ein Autofreies Stadtviertel muß mehreren Kriterien genügen. Unser Ziel ist es, ein größeres Stadtviertel mit autofreien Straßen, Wegen und Plätzen zu entwickeln. Speziell für Berlin gelten jedoch u.a. 2 Besonderheiten: So sind etwa Grundstücke ohne fußläufig erreichbare U- oder S-Bahnanbindung nicht interessant, da das Risiko einer späteren Umverlegung einer Buslinie oder der Einstellung einer Straßenbahnlinie in dieser Stadt zu groß erscheint.
Das potentielle Grundstück sollte eine solche Größe haben,
daß die Ausprägung eines "richtigen" Stadtviertel-Charakters
mit autofreien Wohnumfeldqualitäten möglich ist (mind. 4-5 Hektar,
idealerweise 10-12 Hektar).
In kleineren Baulücken hingegen können kaum die städtebaulichen Qualitäten eines solchen Stadtviertels erreicht werden. Potentielle InteressentInnen würden sich den Umzug dorthin überlegen, denn "einen autofreien Hinterhof habe ich doch jetzt auch schon !". Insbesondere für kleine Grundstücke oder Baulücken müssen daher neben der Autofreiheit weitere besondere Kriterien wie zum Beispiel eine ökologische Bauweise oder ein spezielles soziales Konzept (Baugruppen, generationenübergreifendes Wohnen, etc.) hinzukommen, um das Projekt attraktiv zu machen. Kennen SIE noch ein geeignetes Grundstück ?Geben Sie der Arbeitsgemeinschaft Bescheid über ihren gewünschten Standort, auch wenn Sie noch nicht viel über dessen Verfügbarkeit und andere Rahmenbedingungen wissen. Es muß sich dabei nicht unbedingt um eine unbebaute Brachfläche handeln. Grundsätzlich kommen auch leerstehende größere Gebäudeensemble (z.B. alte Fabrik-/Lagergelände) in Betracht (siehe auch Kriterien). Wie es weitergehtGeplant ist, mehrere Standorte den am autofreien Wohnen interessierten Haushalten (> Anmeldung) auf einer größeren Veranstaltung vorzuschlagen, um daraufhin zu entscheiden, ob bzw. welches Grundstück entwickelt werden soll. Falls Sie Interesse haben, irgendwo in der Berliner Innenstadt autofrei zu wohnen, können Sie sich bei uns anmelden. Kontakt
autofrei wohnen
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01.
April 2009
Aktuell 21.01.2007:
07.03.2006,
07:45 Uhr:
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September
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