in
Berlin-Tempelhof:
Autofrei
Wohnen auf dem Gelände des zukünftig stillgelegten Flughafenfeldes
Tempelhofer
Feld
eventuelle
Realisierung erst langfristig
Senatsplanungen,
weitere Nachnutzungsideen & Schließungsdiskussion
Senatsplanungen
weitere
städtebauliche Planungen und Ideen
Schließungsdiskussion
allgemeine
Informationen zum Bezirk Tempelhof
Kontakt
autofrei wohnen
Senatsplanungen
Januar
2008:
In
der 2. Phase des Online-Dialog Mitte/Ende 2007 (> www.berlin.de/flughafen-tempelhof/)
wurden die Vorschläge sichtbar geschaltet. Auch wir haben unseren
Vorschlag für ein Autofreies Stadtviertel vorgestellt:
-
"Autofrei
Wohnen"
Von
weiteren Teilnehmer/innen wurde ebenfalls autofreies Wohnen vorgeschlagen:
-
"Zentrale
Grünfläche und autofreies Wohnen am Rande"
-
"Autofreies
Wohnen und vor allem viel Grün"
Die
Vorschläge können von jeder/m, die/der sich dort anmeldet, noch
bis zum 2. November 2007 bewertet werden. Informationen zum Verfahren:
Informationen
| Erstmalig
anmelden
Juli
2007
Am
23.05.2007 startete der Senat die 1. Phase einer "Ideenbörse"
(Online-Dialog > www.berlin.de/flughafen-tempelhof/),
wo die Berliner/innen ihre Vorschläge zur Nachnutzung vorstellen können
(Pressemitteilung
SenStadt v. 04.07.2007). Dort wurde bereits
auf eine autofreie Ökosiedlung hingewiesen.
Februar
2007
Die Gesellschafter
des Gebietes (Bundesregierung, Land Berlin & Land Brandenburg) halten
an der Schließung fest und diskutieren derzeit die verschiedenen
Nachnutzungsideen.
Das Verfahren zur Aufhebung der Planfeststellung
des Flugbetriebs ist eingeleitet, am 30.10.2008 wird der letzte Flieger
Tempelhof verlärmen.
Juli
2006
Ungeachtet
des andauernden politischen Streits über die Einstellung des Flugbetriebes
veranstaltet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am 19. Juli
2006 eine "Standortkonferenz" zum Flughafen Tempelhof.
Details
und Links zur Senatsplanung siehe SenStadt-Pressemitteilung:
Senatorin
Ingeborg Junge-Reyer wendet sich neuen Orten mit Zukunftspotenzial zu |
(...) Standortkonferenz zum Flughafen Tempelhof am 19. Juli (03.07.2006)
"(...)
Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Tempelhof soll 2007 beendet werden. Damit
fällt eine Fläche in das Berliner Stadtgebiet zurück, die
mit ca. 386 ha größer ist, als der gesamte Berliner Tiergarten.
Ein gewaltiges Flächenpotenzial, das integriert, verwaltet und entwickelt
werden muss. Das Konzept zur Nachnutzung des Flughafens Tempelhof ist bereits
seit den 90er Jahren diskutiert und publiziert worden und steht in seinen
Grundzügen fest: die innere Fläche des Flughafengeländes
bildet eine Grünanlage, das „Wiesenmeer“, das durch einen ringförmigen
Boulevard begrenzt wird. In den Randzonen schließen sich Baufelder
für unterschiedliche Nutzungen – Wohnen, Büros, Gewerbe, Dienstleistungen,
Sporteinrichtungen etc. – an. Durch die Größe der Fläche
kann das Gelände nicht kurzfristig entwickelt werden. Angesichts des
Berliner Immobilienmarkts sind mittelfristig nur begrenzte Aufnahmekapazitäten
zu erwarten. Vor diesem Hintergrund soll die Standortkonferenz das Nachnutzungskonzept
in Erinnerung rufen und Erfahrungen, die mit anderen Flughafennachnutzungen
gemacht worden sind, zur Diskussion stellen. (...)"
22.
Dezember 2004
Nach
einer im Sommer 1999 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Umweltschutz und Technologie vorgelegten Studie
("Park der Luftbrücke", Architekt: Bernd Albers) sollen auf einer
ca. 340 ha großen Fläche bis zu 7.500 konventionelle Wohnungen
und 17.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Aus der ringförmigen
Piste, auf der heute Flugzeuge rollen, soll ein "Ringboulevard" werden.
Die Allee, auf der auch Autos fahren und parken dürfen, wird ein "Wiesenmeer"
umschließen. Nördlich und östlich können Wohngebäude
entstehen, am Tempelhofer Damm wären Hochhäuser, entlang der
Autobahn Gewerbeflächen denkbar. Im Südosten des Grüngeländes,
das fast so groß wie der Londoner Hyde Park ist, soll ein 60 bis
70 Meter hoher Kegel aufgeschüttet werden: ein Berg zum Gedenken an
den Flugpionier Otto Lilienthal. Unabdingbare Säulen für eine
künftige Nutzung seien die Berücksichtigung der historischen
Bedeutung des 1923 eröffneten Flughafens und der Erhalt der Freiflächen
als grüne Kaltluftzone für die Innenstadt. "Ein flächendeckendes
Zubauen ist völlig ausgeschlossen", sagte Senatorin Junge-Reyer während
einer Diskussionsveranstaltung zur Nachnutzung des Tempelhofer Feldes am
14.10.2004, und Albers` Rahmenplan sei "als Ausgangspunkt nach wie vor
eine wichtige Anregung" für den Senat.
Seit
der Bekanntgabe dieser Senatsplanung 1999 sind eine Vielzahl weiterer
Nutzungsideen in der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
30.
September 2004
Die
Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer bot in einem längerem Gespräch
am 30. September 2004 als Ausgleich für das am Standort Chausseestraße
verhinderte Autofreie Stadtviertel an
der Panke (Senat und Bundesregierung wollen dort den BND ansiedeln)
eine Fläche auf dem Tempelhofer Feld an. Obwohl dieses Areal für
Autofreies Wohnen sehr gut geeignet ist, sollte aus unserer Sicht aufgrund
des unklaren Zeitplanes bis zur tatsächlichen Einstellung des Flugbetriebes
zunächst ein anderer Berliner Standort für ein Autofreies Stadtviertel
entwickelt werden. Die Senatorin schlug daraufhin noch einige andere Flächen
für ein Autofreies Wohngebiet vor, die jedoch anderen Eigentümern
gehören und derzeit von uns geprüft werden (> Rundbrief
vom 04.12.2004).
2.
Projektsteckbrief Autofreies Wohngebiet
top
weitere
städtebauliche Planungen und Ideen
Auswahl
einige Positiv- und Negativbeispiele:
Doppelringkonzept
(2004, Grüne Berlin)
Senatsplanung:
-
Ideenbörse/Online-Dialog
(2007),
-
Wiesenmeer
(2006),
-
Park
der Luftbrücke (1999)
Naturerlebnispark
Flugfeldsteppe
Campingplatz
Nachnutzungsvorschlag
d. BI Flughafen Tempelhof (1988)
Zentralpark
Tempelhofer Feld (1. Nachnutzungsvorschlag, 1976)
Entertainment
Luftfahrt-Museumspark
Abfertigungsterminal
für Schönefeld mit Fortsetzung des Flugbetriebes
Auto-Tempel
Formel
1-Rennstrecke
noch
mehr Ideen ...
Die
unendliche Schließungsdiskussion gebiert unablässig neue Nachnutzungsideen
- das Tempelhofer Feld stellt sich als perfekte Projektionsfläche
für die Träume und Ideen aller Gruppen der Gesellschaft heraus.
Originell: "... eine kapitalismusfreie Zone ohne milliardenschwere Investoren."
(ND, 12.02.2007).
Seriöser
ist die Einrichtung einer Ideenbörse (siehe unten "Online
Dialog") der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Dort finden
sich viele kreative und sinnvolle Ideen, aber auch viele mehr oder weniger
originelle Absurditäten.
Anfang
Oktober wurden die Vorschläge freigeschaltet, Ideen konnten bis zum
2. November 2007 eingebracht und bewertet werden.
Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen (Berlin), 21.12.2004 / 01.03.2007:
"Doppelringkonzept"
•
Die Planung vom 21.12.2004 enthält u.a. ein größeres Baufeld
für ein Autofreies Stadtviertel. Aufgrund der Offenheit und Flexibilität
des Grünen-Konzeptes für eine Vielfalt von weiteren sinnvollen
Nutzungsmöglichkeiten jenseits des Flugbetriebs wird es von Autofrei
Wohnen favorisiert:
-
Flughafen
Tempelhof: Was kommt nach der Schließung? | Doppelringkonzept: Ideen
zur Nachnutzung des Flughafens Tempelhof (auch
hier
als PDF, 42 kb)
-
Lageplan
(auch hier
als PDF, 256 kb)
•
am 01.03.2007 ergänzten die Grünen das Konzept mit dem Vorschlag
einer "Internationalen Öko–Bau–Ausstellung" und der Ansiedlung
der noch in Bonn verbliebenen Ministerien für das Flughafengebäude:
Zur
Zukunft des Tempelhofer Felds | Grüne Position zur Zukunft des Tempelhofer
Felds (als PDF
- oder hier)
•
Presse:
-
08.03.2007,
Der Tagesspiegel: „Umweltschutz
muss Chefsache sein“ | Grünen-Fraktionschefin Eichstädt-Bohlig
zum gestörten Klima in Berlin | „Tempelhof-Konzept beruht auf Illusionen
und schafft keine 1000 Arbeitsplätze“
-
22.12.2004, taz:
Grüne
schweben über den Wolken | Die Partei legt ein Konzept für Tempelhof
nach der noch ungeklärten Schließung vor. Das grüne Wünsch-dir-was
entsorgt auf dem Noch-Flugfeld gleich vier Projekte, die anderswo für
Streit sorgen
-
22.12.2004, Der Tagesspiegel:
NACHRICHTEN
| Grüne für Riesenrad auf Flughafen Tempelhof
-
22.12.2004, Welt:
Grüne:
Flughafenfeld soll zum Volkspark werden
-
22.12.2004, Berliner Morgenpost:
Grüne:
Flughafenfeld soll Volkspark werden
Doppelringkonzept
Grüne
Fraktion Berlin, 21.12.2004
top
Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung
•
Mai/Juli/Oktober 2007: Ideenbörse / Online-Dialog:
Anfang
Oktober 2007 startete der Senat die 2. Phase der Ideenbörse:
-
Online-Dialog
> www.berlin.de/flughafen-tempelhof
-
Informationen
zum Verfahren
Die
Vorschläge konnten bis zum 2. November 2007 eingebracht und bewertet
werden.
-
Erstmalig
anmelden
Dort
ist unser Vorschlag für ein Autofreies Stadtviertel vorgestellt:
-
"Autofrei
Wohnen"
Von
weiteren Teilnehmer/innen wurde ebenfalls autofreies Wohnen vorgeschlagen:
-
"Zentrale
Grünfläche und autofreies Wohnen am Rande"
-
"Autofreies
Wohnen und vor allem viel Grün"
Am
23. Mai 2007 startete der Senat die 1. Phase eines sog. "Online-Dialoges",
wo die Berliner/innen ihre Vorschläge zur Nachnutzung anmelden können
("Sammlung von Leitideen", bis 17. Juli 2007). Dort wurde bereits
eine autofreie Ökosiedlung vorgeschlagen (PM
SenStadt v. 04.07.2007).
• 03.07.2006:
Wiesenmeer
Das
Konzept (basierend auf den Planungen der 90-er Jahre) steht in seinen Grundzügen
fest: die innere Fläche des Flughafengeländes bildet eine Grünanlage,
das „Wiesenmeer“, das durch einen ringförmigen Boulevard begrenzt
wird. In den Randzonen schließen sich Baufelder für unterschiedliche
Nutzungen – Wohnen, Büros, Gewerbe, Dienstleistungen, Sporteinrichtungen
etc. – an.
Ein
Vorschlag von Zürcher und Berliner Architekt/innen, der sich an den
Senatsvorschlag
von 1999 anlehnt, aber auf Bebauung weitgehend verzichtet. Diese Idee
wird von der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung favorisiert und in ihr Konzept, das in Grundzügen
feststeht, aufgenommen.
•
30.09.2004: Autofreies Stadtviertel (Angebot von Stadtentwicklungssenatorin
Junge-Reyer in einem
Treffen mit
der Arbeitsgemeinschaft Autofrei Wohnen Berlin).
• Sommer
1999: Studie "Park der Luftbrücke": 7.500 Wohnungen, 17.000
Arbeitsplätze, Park, Infrastruktur
Quelle:
SenStadt, Falt-Poster (vergriffen) und ehemals in www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/flughafen_luftbruecke/
"Park
der Luftbrücke"
Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, 1999
top
Naturerlebnispark
•
Ein Vorschlag von Ingo Kowarik, Berliner Landesbeauftragter für Naturschutz.
•
Presse:
-
06.10.2004, Neues Deutschland: Meine
Sicht | Glänzende Idee
-
06.10.2004, taz: …
und sonst? (Kurzmeldung)
-
06.10.2004, Berliner Kurier: NACHRICHTEN
| Flughafen-Plan (Kurzmeldung)
top
"Flugfeldsteppe"
•
Ein Vorschlag der Eheleute Köster & Hirsch:
(...)
Das Tempelhofer Flugfeld wird im aktuellen Zustand als Steppe in ein Reservat
für Wisente, Wildpferde, Schafe u.ä. Weidetiere verwandelt und
sich weitgehend selbst überlassen. Rundherum wird ein Weg angelegt,
so daß die Steppe mit all ihren Tiere zu jeder Jahres- und Tageszeit
beobachtet werden kann. (...)
www.flugfeldsteppe.de
Dieser
eigentlich sympathische Vorschlag wurde auch in der Senats-Ideenbörse
vorgestellt. Allerdings soll eine Bebauung ausgeschlossen werden - somit
wäre ein Autofreies Stadtviertel nicht möglich.
Ein
ähnlicher, aber besserer Vorschlag in der Senats-Ideenbörse,
der auch ein Autofreies Stadtviertel zuläßt, da ein "ökologisches"
Stadtviertel vorgesehen ist:
-
"Kultursavanne"
("...
4. im Südwesten saumartig eine ökologisch gebaute und betriebene
Wohnanlage mit Vorbildcharakter (vgl. SenStadt Hrsg. 2004: Karte "Konzept
für die Nachnutzung ..." sowie Berliner Zeitung (Hrsg.) oder eine
entsprechende Kleingartenanlage ...").
•
Presse:
-
11.08.2003, Berliner Morgenpost: Büffelherden
auf dem Rollfeld des Flughafens Tempelhof
top
Campingplatz
•
Ein Vorschlag der Bürgerinitiative gegen
das Luftkreuz:
August
2004: Nachnutzung
der Flughafenflächen in Tempelhof und Tegel im Sinne einer zukunftsorientierten
Stadtentwicklung (detaillierte Erläuterung des Campingplatz-Vorschlages)
Ein
ähnlicher Vorschlag in der Senats-Ideenbörse:
-
"Campingplatz"
•
Presse:
-
19.09.2004 im Tagesspiegel: VIER
PLÄNE FÜR DEN LANDEPLATZ
top
Nachnutzungsvorschlag
der BI Flughafen Tempelhof (1988)
•
Dieser Plan der Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof (heute BIFT
- Bürgerinitiative flugfreies Tempelhof) machte den 2. Preis in
einem Wettbewerb der (West-)Berliner SPD zum Thema "Utopien für Berlin";
er wurde am 14. Januar 1989 - d.h. noch vor dem Mauerfall ! - in der SPD-Wochenzeitung
"Berliner Stimme" veröffentlicht. Den ersten Preis errang übrigens
der BUND Berlin e.V. mit "Autofreies
Berlin" ...
Alternative
Planung des Flughafens Tempelhof (JPG, 90 kb)
Quelle:
BIFT
größer
(90 kb)
top
Zentralpark
Tempelhofer Feld (1976)
•
Dieser erste Nachnutzungsvorschlag für das Tempelhofer Feld, erstellt
von Landschaftsplanungsstudent/innen, sieht im Wesentlichen eine - aus
Umweltschutzgründen autofreie - Erholungsfläche mit Sportangeboten
und einem größeren See vor. Der Vorschlag wurde seinerzeit hysterisch
kritisiert: So unterstellte der Tagesspiegel in einem Kommentar auf der
Titelseite, daß die BIW ja nur von der SED ferngesteuert sein könne,
da mit diesem Vorschlag die Verteidigungsfähigkeit (West-)Berlins
in Frage gestellt würde.
-
Blatt
1 (JPG, 101 kb)
-
Blatt
2 (JPG, 81 kb)
-
Blatt
3 (JPG, 81 kb)
-
Blatt
4 (JPG, 77 kb)
-
Plan
(JPG, 198 kb)
Quelle:
Schwarzbuch der Bürgerinitiative Westtangente (BIW), Seite 183-186,
1976
größer
(198 kb)
top
"Entertainment"
- 4 Deutsch-amerikanische Planungsideen
•
4 Projektvorschläge von 16 Stadtplanungsstudenten der University auf
Southern California gemeinsam mit zwölf Studenten der TU Berlin, z.B.
"Edutainment in Tempelhof Airport" mit integrierter "UN Peace University",
"Brücke zum Osten", erlebnisorientiertes Einkaufen, und Sport.
www.entertainingcities.de
•
Presse:
-
20.03.2003, Berliner Morgenpost: Friedensmuseum
auf dem Rollfeld | Tempelhof: Deutsch-amerikanisches Projekt präsentiert
vier Entwürfe für den Flughafen
top
Diplomarbeit
TU Berlin 1995 von Meinrad Jedelsky:
"Zurück
in die Zukunft: Städtebauliche Neuordnung des Tempelhofer Feldes
mit musealer und flugtechnischer Nutzung"
Start:www.jedelsky.de/flughafen_tempelhof/
-
Zur
Geschichte des Tempelhofer Feldes und des Flughafens Tempelhof
-
Die
Geschichte der Zeppeline
-
Der
Entwurf
top
Abfertigungsterminal
für den geplanten Großflughafen in Schönefeld
•
Ein Vorschlag des Stuttgarter Architekten Hans-Georg Brunnert. Tempelhof
bliebe dabei als Flughafen für kleine Maschinen erhalten und würde
als Kapazitätsreserve vorgehalten. Seine Idee wurde von der Berliner
Flughafengesellschaft (BFG) als unrealistisch zurückgewiesen. Die
BIFT
lehnt das Konzept ab, da es kaum Kosten spart und vor allem weiterhin eine
Hintertür für den weiteren Flugbetrieb offengehalten wird.
Dieser
Vorschlag sowie viele weitere, die eine Fortsetzung des Flugbetriebes im
kleinen oder großen Maßstab vorsehen, finden sich in der Senats-Ideenbörse:
"Fliegerische
Nutzungen".
•
Presse:
-
13.10.2004, BIFT: Brunnert-Konzept
für Tempelhof als Terminal für Schönefeld: Originell, aber
kaum billiger und mit Hintertür für weiteren Flugbetrieb in Tempelhof
(Pressemitteilung)
-
04.10.2004, Berliner Morgenpost: Bundestag
berät Check-in-Konzept für Tempelhofer Flughafen
-
04.10.2004, Die Welt: Bundestag
berät Check-in-Konzept für Tempelhof
top
"Auto-Tempel"
•
Einige autofetischistische PlanerInnen von der Technischen Universität
Darmstadt haben sich offenbar noch nie mit Umwelt- und Klimaschutz beschäftigt:
Sie wollen das Gelände zu einem "Kultort der deutschen Automobilzunft"
machen ... Ähnliche Vorschläge wurden allen Ernstes in der Senats-Ideenbörse
gemacht.
•
Presse:
-
19.09.2004, Der Tagesspiegel: VIER
PLÄNE FÜR DEN LANDEPLATZ
-
18.09.2004, Die Welt: Uni-Studie
schlägt vor: Tempelhof zum "Auto-Tempel" machen
-
18.09.2004, Berliner Morgenpost: Uni-Studie:
Tempelhof als "Auto-Tempel"
top
"Formel
1-Rennstrecke"
•
Auch dieser geisteskranke Vorschlag von 2 Berliner Architektinnen benötigt
öffentliche Subventionen (schöne Grüße vom an die
Wand gefahrenen Lausitzring). Eine der Architektinnen meint, Krach gehöre
auch zu einer Großstadt - offenbar verwechselt sie Urbanität
mit Automobilismus. Ähnliche Vorschläge wurden sogar in der Senats-Ideenbörse
gemacht.
•
Presse:
-
19.09.2004, Der Tagesspiegel: EIN
FELD FÜR IDEEN Was aus dem Gelände des Flughafens Tempelhof werden
soll | Formel 1 auf der Rollbahn | Zwei Berliner Architektinnen wollen
eine Rennstrecke bauen – und behaupten, es gebe Interessenten
top
noch
mehr Ideen ...
•
Bundesministerien: Innenministerium, Verteidigungsministerium, bzw. alle
restlichen Bonner Ministeriendienstsitze (Vorschläge u.a. von Grüne,
PDS, SPD)
•
Olymischisches Dorf für nächste Olympia-Bewerbung
•
diverse Zwischennutzungen (vor allem Sport, LoveParade etc)
•
Friedhof in Form einer riesigen Pyramide
•
Gesundheitszentrum für arabische Ölscheichs mit Flugbetrieb ("Scheichklinik",
2006, amerikan. Investoren & Bahn AG; unterstützt mit Springerpresse-Kampagne)
•
Atomkraftwerk (50-er Jahre), lt. Tagesspiegel
vom 24.02.2007. Wer weiß, vielleicht wird dieser Vorschlag von den
Atomkraft-Fetischisten in CDU/FDP wieder aufgegriffen, sobald sie eingesehen
haben, daß die Schließung des Flughafens nicht mehr zu verhindern
ist ...
•
knapp 400 Nachnutzungsideen in der Senats-Ideenbörse:
-
"Themen"
(Übersicht),
-
"TOP-Liste"
(die am besten bewerteten Vorschläge).
top
Schließungsdiskussion
Perspektiven
der Flugbetrieb-Einstellung, Interessenlagen
Oktober
2007
April
2007
12.02.2007
16.03.2006
25.09.2004
22.01.2004
25.02.2002
25.10.2001
Diskussionsgrundlage:
Grundlage
aller Diskussionen um die Schließung des Flughafens ist der Konsensbeschluß
vom 04. Juli 1996 (PDF,
34 kb), in dem die Bundesrepublik und die Länder Berlin und Brandenburg
die Schließung vereinbart haben.
Oktober
2007
Die
Befürworter einer Aufrechterhaltung des Flugbetriebes versuchen mit
einer Volksabstimmung ihr Ziel durchzusetzen. Der Senat bekräftigt,
aus juristischen (und politischen) Gründen in jedem Fall den Flugbetrieb
einzustellen. Ab 31.10.2008 ist endlich Schluß mit Fluglärm,
Absturzgefahren und Luftverpestung aufgrund sinnloser Fliegerei.
top
April
2007
Zum
aktuellen Stand der Schließungsdiskussion siehe z. B. Artikel
in der April-Ausgabe der "Stachligen Argumente".
12.
Februar 2007
Das
Oberverwaltungsgericht
Berlin-Brandenburg (OVG) hat alle Klagen der Fluglinien abgewiesen
und keine Revision zugelassen, da der Fall eindeutig ist.
Quelle:
AZ OVG 12 A 1.05, 2.05 und 9.06
Damit
ist der Senat
(SPD-PDS-Koalition) seinem Ziel der Schließung zum 31.10.2008 einen
großen Schritt näher gekommen und betreibt nun auch das lange
von den Grünen angemahnte Verfahren zur Aufhebung der Planfeststellung
des Flugbetriebs.
Die
Bundesregierung erklärte Ende Januar 2007 in einer Antwort auf eine
"Kleine Anfrage" (Drs.
16/4117), daß sie nach wie vor den Schließungsbeschluß
(Konsensbeschluß
von 1996) trägt.
Die
Fluglinien wollen trotz des unmißverständlichen OVG-Urteils
("kein
Argument der Kläger vom Gericht berücksichtigt") weiter klagen.
Die Oppositionsparteien CDU und FDP hoffen, mit einem Volksbegehren und
einer massiven Kampagne in der Springerpresse den Flughafen beibehalten
zu können.
top
16.
März 2006
In
letzter Instanz erlaubt das Bundesverwaltungsgericht
Leipzig trotz 4.000 Klagen von Anwohnern und Gemeinden den Bau des
Großflughafen Schönefeld ("BBI") unter verschärften Auflagen
(Lärmschutz, Nachtflugverbot 00:00-05:00 Uhr, Entschädigungszahlungen).
Damit ist der Weg zur Schließung des Flughafen Tempelhof frei.
Quelle:
AZ BVerwG 4 A 1001.04, 4 A 1073.04, 4 A 1075.04, 4 A 1078.04 – Urteile
vom 16. März 2006
Senat,
SPD, PDS, Grüne und Umweltverbände halten an den Schließungsplänen
fest. CDU, FDP, IHK und verschiedene Unternehmen sind nach wie vor dagegen
und wollen diese nach einem - derzeit unwahrscheinlichen - Wahlsieg stoppen.
25.
September 2004
Die
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat die Flughafengesellschaft
von der Betreiberpflicht für den Flughafen Tempelhof befreit und teilte
mit:
"Die
Luftfahrtbehörde hat mit Datum vom 02.06.2004 dem Antrag der Berliner
Flughafen Gesellschaft mbH (BFG) stattgegeben, die Betriebsgenehmigung
des Flughafens Berlin-Tempelhof mit Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses
für den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld zu widerrufen.
Sie hat gleichzeitig mit Wirkung vom 31.10.2004, 0.00 Uhr die BFG von der
Betriebspflicht befreit und den sofortigen Vollzug angeordnet. Damit ist
der erste Baustein des Projekts Berlin Brandenburg International (BBI)
im Sinne des Konsensbeschlusses
zwischen der Bundesregierung, der Landesregierung Berlin und der Landesregierung
Brandenburg umgesetzt. (...)".
Allerdings
wollte sich der Senat ein Hintertürchen offen halten: das förmliche
Schließungsverfahren sollte zunächst nicht weiter verfolgt werden.
Vorläufig sollte nur der Betrieb eingestellt werden, der Flughafen
jedoch in den kommenden Jahren weiter „planfestgestellt“ bleiben. Mehrere
in Tempelhof ansässige Luftfahrtgesellschaften klagten dagegen und
bekamen am 23.09.2004 vorläufig Recht. Der Senat hält jedoch
an der Schließung fest, die nun frühestens 2006 zu erwarten
ist.
top
22.
Januar 2004
Die Berlin Brandenburg Flughafen-Holding (BBF) hat endlich beschlossen,
den Airport-Betrieb in Tempelhof zum Start des Winterflugplans 2004 einzustellen
und den Antrag auf Schließung bereits gestellt. Am 22.01.2004 hieß
es, "nach Darstellung von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) halten
Bund, Berlin und Brandenburg an der Schließung des Flughafens Tempelhof
zum 1. November 2004 fest. Es bleibe bei der Vereinbarung, Schönefeld
als Single-Airport zu realisieren. Er rechne von 2005 an mit dem Ausbau
des Flughafens. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass bei der Frage
zur Zukunft des Geländes in Tempelhof `alle Möglichkeiten der
Nutzung erörtert werden, die nicht im Widerspruch zum Konsensbeschluss
vom Mai 1996 stehen´."
22.
Februar 2002
Nachdem
die Berliner/innen am 21.10.2001 eine SPD-geführte Regierung (Koalition
mit PDS) gewählt haben, ist die offizielle Linie lt. Regierungserklärung
vom 21.02.2002:
"(...)
Der Senat bekennt sich zum Konsensbeschluss
von 1996 - und zwar in allen seinen Teilen. Der Flughafen Tempelhof
wird mit rechtskräftigem Planfeststellungsbeschluss für BBI geschlossen,
der Flughafen Tegel mit Inbetriebnahme von BBI. (...)", Klaus Wowereit,
Regierender Bürgermeister Berlin.
"(...)
Nach der Schließung des Flughafens Tempelhof wird das Flugfeld zu
einer großen Freifläche umgestaltet. An den Rändern werden
Wohn- und Gewerbegebiete ausgewiesen. (...)"
Quelle:
Koalitionsvereinbarung
2001-2006 > 17.
Stadtentwicklung
top
25.
Oktober 2001
Der
Betrieb des Flughafens Tempelhof sollte nach den ursprünglichen (?)
Planungen im Jahre 2007, nach der Fertigstellung des Flughafens Berlin-Brandenburg-International
(BBI) in Schönefeld, eingestellt werden - eigentlich gemäß
Konsensbeschluß
schon nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses für diesen Großflughafen
2002/3.
Die
ehemalige Landesregierung unter Ex-Bürgermeister Diepgen und Ex-Wirtschaftssenator
Branoner (beide CDU) wollte den Flugbetrieb langfristig für Geschäftsflieger
beibehalten, obwohl er nach Aussage von Dieter Wilken, Leiter der Verkehrsforschung
beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, "aus wirtschaftlicher
Sicht keine Zukunftsperspektive" hat, und die Geschäftsflugnutzung
erst recht "wirtschaftlich am wenigsten darstellbar" wäre.
Der
ehemalige Stadtentwicklungssenator Strieder (SPD) plante bislang die Schließung
von Tempelhof und Tegel für 2007, erst nach Eröffnung des BBI.
Bündnis90/Die
Grünen sowie verschiedene Anwohnerinitiativen (u.a. die "BIFT")
treten selbstverständlich für eine möglichst schnelle Schließung
des Flugbetriebes ein und verweisen auf die Gefahren aufgrund der innerstädtischen
Lage. Diese Befürchtungen haben sich bei einem Flugzeugabsturz am
24. Mai 2001 tragisch bewahrheitet.
Nach
der Berliner Regierungsneubildung unter dem Regierenden Bürgermeister
Wowereit (SPD, Koalition mit den Grünen, toleriert von der PDS) sind
die Chancen für eine Schließung Tempelhofs gestiegen: Der "Senat
will schnelles Ende für Flughafen Tempelhof" - "... und das ist
auch gut so !"
Anläßlich
der Neuwahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus veranstaltete die BIFT
am 25.09.2001 eine Podiumsdiskussion mit den verkehrspolitischen Sprechern
der relevanten Parteien: Die Grünen treten bekanntermaßen seit
jeher aus Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsgründen für eine
sofortige Schließung des Flughafens ein (M. Cramer), C. Gaebler (SPD)
versprach die Prüfung des Schließungsantrags der PDS, die durch
J. Mattuschek vertreten wurde. Die Vertreter von CDU und FDP plädierten
dafür, den Flughafen auch nach der Fertigstellung Schönefelds
für kleine Maschinen offen zu halten und ernteten dafür heftigen
Widerspruch.
top
allgemeine
Informationen zum Flughafen und zum Bezirk Tempelhof
www.virtuelleallgemeinbibliothek.de/tempelhof/
Tempelhofer
Internet-Portal, sehr gute Übersicht, enthält weiterführende
Links u.a. zu Bevölkerung, Geschichte, Orte und Bauten:
www.virtuelleallgemeinbibliothek.de/tempelhof/TPLH_A.HTM
Tempelhof
allgemein:
www.virtuelleallgemeinbibliothek.de/tempelhof/
Touristen-Kurzinfo
zum Flughafen:
www.berlin.de
top
Kontakt
Initiative für Autofreies Wohngebiet:
Markus
Heller (Details siehe Kontakt > Architekturbüro
Heller), Arbeitsgemeinschaft Autofrei Wohnen Berlin
&
Martin
Schlegel (Details siehe Kontakt > BUND
Berlin e.V.), Arbeitsgemeinschaft Autofrei Wohnen Berlin
top
Kontakt
autofrei wohnen
Architekturbüro
Heller
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