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Streit um «autofreies Wohnen»

brun Mitte - Es gibt Ärger wegen der Pläne für das ehemalige «Stadion der Weltjugend» an der Chausseestraße. Während der Bezirk auf dem Gelände gern ein Wohngebiet für autofreies Wohnen schaffen würde, bleibt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung skeptisch. In seiner Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Frederik Over (PDS) äußerte sich Senator Peter Strieder (SPD) ablehnend. Tenor: In der Vergangenheit hätten sich Bürger und Investoren desinteressiert gezeigt, sobald es mit dem Thema «Autofreies Wohnen» ernst geworden sei. Gleichwohl würde der Senat nach Strieders Worten ein derartiges Projekt unterstützen, wenn sich ein Investor fände. Doch den gebe es bislang nicht. Strieder bekräftigte, dass für «autofreies Wohnen» nicht mit Geld aus Fördertöpfen zu rechnen sei. Mittes Baustadtrat Thomas Flierl (für PDS) hat sich über einen Brief geärgert, den er unlängst von Senatsbaudirektor Hans Stimmann bekommen hat. Darin zieht Stimmann in ein paar Sätzen die gesamte Idee in Zweifel. «Das ist doch keine sachliche Auseinandersetzung», kritisiert Flierl, der sich bis zum Ende seiner Amtszeit im Dezember weiter für das Thema einsetzen will. Für das Gebiet an der Chausseestraße gibt es einen städtebaulichen Rahmenplan, der 900 Wohnungen mit Parkanlage, Sportplatz und Kita vorsieht.


Berliner Morgenpost, vom: 06.11.2000