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Für autofreies Wohnen stehen Ampeln auf Rot

tes Lichterfelde - Die Ampeln stehen auf Rot für ein autofreies Stadtviertel auf dem «Parks Range»-Areal zwischen Osdorfer-, Reaumurstraße, dem S-Bahnhof Lichterfelde Süd und der Berliner Landesgrenze. «Die Pläne sind leider ganz vom Tisch», bedauert der Mitinitiator und ehemalige B 90/Grünen-Bezirksverordneter Günter Schlusche. Die Initiative der Grünen: Auf dem 1,15 Quadratkilometer großen Areal, das der Eisenbahn Immobilien Management GmbH gehört, ein autofreies Stadtquartier mit 3280 Wohnungen zu realisieren. Die Häuser sollten per Bus-Ringlinie, über Car-Sharing- und Radstationen mit ausleihbaren Fahrrädern erreichbar sein.

«Mausetot» seien die Pläne, bestätigt der noch amtierende Baustadtrat Norbert Kopp (CDU). Der Projektentwickler Haberent favorisierte in einem städtebaulichen Wettbewerb 1998 den Entwurf des Londoner Architekten Florian Beigel, der auf autofreie Mobilitätskonzepte verzichtet. Bis zum ersten, für das Jahr 2003 vorgesehenen Spatenstich, müsse die Haberent jedoch noch planerische «Hausaufgaben machen», sagt Sprecherin Gabriele Cocozza.

Der Steglitzer Bauausschuss verlangte, den Bebauungsplanentwurf zu ändern. Zum Jahresende soll die überarbeitete Version vorliegen. So arbeite derzeit die Haberent daran, die Grünverbindung zur benachbarten Thermometersiedlung auszubauen, sowie das nördliche und südliche Baufeld für den Verkehr besser miteinander zu verknüpfen.


Berliner Morgenpost, vom: 14.11.2002