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Planung für das Gelände des ehemaligen Stadion der Weltjugend, Chausseestraße Autofreies Stadtviertel an der Panke Projektbeschreibung
- Details:
8.2.
Informationen für Wohngruppen
was
ist eine Bau- bzw. Wohngruppe ? (Eigentum, Miete)
was ist eine Bau- bzw. Wohngruppe ?Als Bau- bzw. Wohngruppen finden sich private Interessenten zusammen, die gemeinsam in einem Haus ohne eigenes Auto leben möchten: Zum Teil tun sich Freundeskreise zusammen, zum Teil finden sich Menschen mit gemeinsamen speziellen Wohnvorstellungen. Die Gruppengröße liegt erfahrungsgemäß bei maximal 20-50 zukünftigen Bewohnern, d.h. 10-20 Haushalten. Es sind aber auch sehr viel kleinere Gruppen möglich, sofern sie ein Gebäude mit 4-5 Geschossen + Dachgeschoß belegen können. Wir nennen Baugruppen diejenigen, die Eigentum bilden wollen. Sie sind praktisch gemeinsam auftretende Mini-Investoren. Zur Unterscheidung benutzen wir den Begriff Wohngruppe für diejenigen, die mieten wollen und einen Bauträger bzw. Investor benötigen, der in möglichst enger Abstimmung mit ihnen die Mietwohnungen für sie baut. Sie schließen sich oft in einem Verein zusammen (oder einem bestehenden bei), der mit dem Investor einen Generalmietvertrag abschließt, was für beide Seiten vorteilhaft ist. Die nachfolgenden Erläuterungen sind für Baugruppen formuliert, die inhaltlich-sozialen Aspekte (Checkliste) gelten jedoch auch für Wohngruppen. |
24.
März 2005
. Aktuell 22.03.2005: Aufgrund des Umzuges des BND auf das Planungsgelände Stadion der Weltjugend sind wir auf der Suche nach neuen Standorten für Autofreies Wohnen in Berlin und werden im Frühling 2005 mehrere potentielle Flächen auf einem Treffen für interessierte autofreie Menschen vorstellen. Für
das Autofreie Stadtviertel an der Panke besteht keine Chance mehr - es
sei denn, das Wahlvolk protestiert gegen die Verschwendung von mind. 1,7
Milliarden Euro aus Steuermitteln für einen unnötigen Beamtenumzug
...
allgemeine Informationen der Berliner Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung: Leitfaden
für Baugemeinschaften
Achtung:
Es gibt in Berlin keine Wohn-Förderprogramme !
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Organisationsformen von BaugruppenBaugruppen können sich als BauherrInnengemeinschaft zusammenfinden und gemeinsam ein Grundstück erwerben und bebauen. Dann tragen sie gemeinsam alle wirtschaftlichen Risiken, die mit dem Projekt verbunden sind. Vor allem die Beauftragung der Planung, Bauleitung und der Bauhandwerker liegt in ihrer Verantwortung. Die Mitglieder einer Baugruppe können aber auch einzeln oder gemeinsam Verträge mit einem Bauträger schließen, der die Wohnungen schlüsselfertig errichtet und übergibt. In Betracht kommt auch die Gründung einer Wohnungsgenossenschaft, die das Ziel hat, Wohnungen für ihre Mitglieder zu errichten oder zu erwerben. Dies hat einige steuerliche Vorteile, ist aber mit einem hohen Verwaltungs- und Prüfaufwand verbunden, der sich für eine Hausgemeinschaft mit 20 Mitgliedern kaum lohnt. Auch die Gründung einer GmbH, die ein oder mehrere Gebäude baut und anschließend verkauft oder vermietet, ist denkbar. Hierzu ist ein Stammkapital von 25 000 Euro und ebenfalls erheblicher organisatorischer Aufwand erforderlich. Eintragung ins Handelsregister, Bestellung von Geschäftsführern, Jahresabschlüsse etc.). Dieses Modell wird von Baugruppen seltener gewünscht. die "Bauherrengemeinschaft"Das wohl am häufigsten praktizierte Baugruppenmodell mit dem geringsten Organisationsgrad ist die Bauherr/innengemeinschaft. Sie ist ein Zusammenschluß Einzelner mit dem gemeinsamen Ziel, ein Gebäude zu errichten und eine Eigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) zu bilden. Sie besitzt keine eigene "Rechtspersönlichkeit", d.h. um Aufträge zu erteilen und sonstige Verträge abzuschließen, müssen jeweils alle Beteiligten zustimmen. Damit die Gruppe dennoch im geschäftlichen Verkehr handlungsfähig wird, sollte sie von vornherein in einem internen Vertrag ihre Ziele klar definieren, Regelungen über die Aufteilung der Baukosten sowie für den Fall von Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungsunfähigkeit eines Mitgliedes treffen und andere wichtige Eckpunkte festlegen. Für die Planung sowie die Erteilung und Überwachung der Bauaufträge beauftragt die Gruppe einen Architekten. Dieser wird bevollmächtigt, die Bauherr/innen im Rahmen der vereinbarten Vorgaben gegenüber Handwerkern zu vertreten. der BaubetreuerDer Baubetreuer berät Baugruppen in allen mit dem Bauprojekt zusammenhängenden Fragen, vertritt die Baugruppe nach außen und begleitet das Vorhaben von den Anfängen bis zu seinem Abschluss. Er kann u.a. die Gründung der Gruppen und die Interessenklärung unterstützen, Kontakte zu Banken knüpfen und Fragen der Finanzierung klären, geeignete Baufirmen und Architekten suchen und vieles mehr. Die Baubetreuung ist grundsätzlich erforderlich, da der Baubetreuer alle Baugruppen gegenüber dem Senat zum Beispiel bei Grundstücksverhandlungen vertreten wird. Der weitere Betreuungsumfang hängt von den Wünschen der einzelnen Baugruppe ab. Da auf dem Gelände an der Chausseestraße ca. 760 Wohnungen entstehen sollen, kann sich das autofreie Projekt nur dann gegen eventuelle Konkurrenten und Widerstände aus Verwaltung und Politik durchsetzen, wenn sich möglichst viele Baugruppen finden, die sich untereinander und mit den am autofreien Wohnen interessierten Investoren auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Der Baubetreuer wird deshalb auch die wichtige Aufgabe haben, die Baugruppen zu koordinieren und zwischen ihnen zu vermitteln. worauf Baugruppen achten solltenWichtig ist, dass die einzelnen Mitglieder/Bauwilligen ähnliche Vorstellungen und Wünsche haben, damit unnötige Konflikte im späteren Umgang miteinander möglichst vermieden werden. In erster Linie wird es bestimmt eine Rolle spielen, ob man/frau auf gleicher Wellenlänge liegt und die Kinder sich verstehen. Gleiches Alter, gleiche Lebensumstände und –erfahrungen oder Freizeitbeschäftigungen verbinden. Aber wer sich entscheidet, an einer bestimmten, bewusst ausgesuchten Umgebung für längere Zeit zu leben, und sich dafür finanziell in nicht unerheblichem Maß bindet, muss sich auch ein Bild davon machen, was ihn finanziell erwartet und wie er in den zukünftigen eigenen vier Wänden wohnen möchte. Erste zentrale Fragen sind dabei für die Gruppe (s. u. Checkliste): -
Welchen Kaufpreis will ich zahlen ?
-
Können wir uns über die Verteilung der Wohnungen im Haus einigen
?
-
Kann und will ich handwerkliche Eigenleistungen erbringen ?
-
Welchen Qualitätsstandard soll das Gebäude haben, welchen Ausstattungsstandard
die Wohnungen ?
was sind "Interessenbekundungsverfahren" und "Bieterverfahren" ?Das Interessenbekundungsverfahren (durchgeführt Anfang 2002) sollte „privaten Anbietern die Möglichkeit geben darzulegen, ob und inwieweit sie staatliche Aufgaben oder öffentlichen Zwecken dienende wirtschaftlichen Tätigkeiten nicht ebenso gut oder besser erbringen können.“ (Ausführungsvorschriften zur Landeshaushaltsordnung) Es wurde also auf dem Markt erkundet, ob es private Investoren gibt, die das Gelände an der Chausseestraße kaufen und im Sinne der vorgegebenen Konzepte in eigener Regie bebauen wollen. Ein verbindliches Kaufangebot wurde damit noch nicht abgegeben. Ein förmliches Verfahren zur Vergabe des Grundstück wird mit dem Bieterverfahren (zum Zeitplan: siehe Aktuelles) eingeleitet. Als Ergebnis dieses Bieterverfahrens wird der Senat sich das für ihn günstigste Angebot herausgreifen und mit Verhandlungen beginnen. Ziel dieser Verhandlungen ist der Abschluß eines städtebaulichen Vertrags, der auch den Grundstückskauf regelt. Zu diesem Zeitpunkt sollten möglichst viele Baugruppen feststehen, damit sie im Vertrag berücksichtigt werden können. Die genauen Modalitäten stehen jedoch noch nicht fest, möglicherweise können Baugruppen auch noch im weiteren Verfahren integriert werden. Baugruppen können sich in das Projekt einbringenEs gibt das autofreie städtebauliche Konzept (Pläne), Investoren, die Teile dieses Viertels bauen sowie die ersten Baugruppen, die sich beteiligen wollen. Für solche Baugruppen verlangen wir vom Senat die Reservierung von Bauflächen. Das städtebauliche Konzept läßt dabei viel Gestaltungsspielraum bei der späteren Konkretisierung zu (es werden jedoch von uns keine grundsätzlich anderen städtebaulichen Varianten eingebracht). Das vom Senat angebotene konventionelle Städtebau-Konzept ist nicht autofrei umsetzbar und daher nicht Planungsgrundlage unseres Angebotes. Ebensowenig sind kleine Einfamilienhäuser und Reihenhäuser, wie man sie am Stadtrand baut, möglich. Wichtig ist nun, daß möglichst viele Leute ihr ernsthaftes Interesse bekunden, in einem solchen Viertel zu wohnen. Denn bisher wurden alle Ansätze für autofreies Wohnen in Berlin mit dem Argument abgewürgt, es gäbe dafür keine Nachfrage. Dem müssen wir massiv entgegentreten: Alle, die sich vorstellen können, in das autofreie Stadtviertel zu ziehen, sollten deshalb unbedingt die Absichtserklärung ausfüllen. Eine rechtliche Bindung wird dadurch nicht erzeugt. Mit diesem politischen Signal verweisen die InteressentInnen zusammen mit den Investoren auf eine ausreichende Nachfrage für die autofreie Entwicklung des Gebiets. Mit entsprechendem Rückenwind aus der Politik bestehen dann gute Chancen, das Projekt durchzusetzen. Parallel dazu müssen Baugruppen zusammenwachsen, um rechtzeitig mit dem Planen beginnen zu können. CHECKLISTE FÜR BAUGRUPPENAnforderungen an Autofreiheit Grundsätzliche Akzeptanz des autofreien Mobilitätskonzeptes erforderlich, Weiterentwicklung und konstruktive Vorschläge erwünscht ! Finanzieller
Aufwand
Besondere
Wünsche an Lage des Gebäudes im Gebiet (Pläne)
Anforderungen
an Organisation
Besondere
Wünsche an Nutzungszusammensetzung
Besondere
Wünsche an soziales Zusammenleben
Kontakt zu Bau- und WohngruppenGruppen, die sich bereits konstituiert haben und weitere Mitglieder suchen: 8.0. Kontakt Gruppen. Auf unserer InteressenteInnenliste stehen bereits mehrere hundert Haushalte. Viele von ihnen suchen Anschluß an eine Bau- und/oder Wohngruppe. Wir veranstalten daher Treffen für alle Interessent/innen, um diese zusammenzuführen. Sie können Gleichgesinnte auch bei Projektvorstellungen und Führungen kennenlernen. Und einige Gruppen beginnen mit regelmäßigen Treffen, um ein eigenes Profil zu entwickeln: siehe Termine. Beispiele & Links engagierter Baugruppen gibt es bislang vor allem außerhalb Berlins, z.B. in Freiburg, Tübingen und Hamburg Kontakt
Arbeitsgemeinschaft
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in Berlin-Mitte autofrei wohnen. . zur Anmeldung: Liste der Interessent/innen |