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Planung für das Gelände des ehemaligen Stadion der Weltjugend, Chausseestraße Autofreies Stadtviertel an der Panke Projektbeschreibung
- Details:
Landesplanung Berlin-BrandenburgIm gemeinsamen Landesentwicklungsprogramm Berlin-Brandenburg (LEPro, 07.08.1997) werden die Grundsätze und Ziele der Raumordnung und Landesplanung von Berlin und Brandenburg festgelegt. Insbesondere folgende im LEPro genannten Ziele sind für das Plangebiet und das Vorhaben von Bedeutung: -
Vorrang der Innenverdichtung vor Außenentwicklung (§16 u. §
17,1)
Das Ziel der Innenentwicklung spricht für eine möglichst baldige Bebauung des Plangebietes. Es ist nicht mit den Vorgaben des LEPro vereinbar, wenn weiterhin eine attraktive, gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossene, innerstädtische Fläche brach liegt, während am Stadtrand und im Umland Berlins zusätzliche Flächen für bauliche Zwecke in Anspruch genommen werden. Das Ziel, ein bedarfsgerechtes und differenziertes Wohnungsangebot bereitzustellen, läßt sich sehr gut mit dem Bau eines autofreien Wohngebietes verwirklichen. Der Ansatz des autofreien Wohnens trägt der zunehmenden Diversifizierung der Lebensstile Rechnung. Für die Nachfrage nach autofreiem Wohnen existiert bisher in Berlin faktisch kein Angebot. Auch die Forderungen nach Verkehrsverlagerung, dem sparsamen Umgang mit Grund und Boden und dem Schutz von Bevölkerung und Umwelt lassen sich mit keiner anderen Form des Wohnungsbaus besser verwirklichen, als mit einem autofreien Wohngebiet. Die übrigen Leitvorstellungen, insbesondere die kleinteilige Funktionszuordnung, der Erhalt und Ausbau von Sport- und Spielanlagen sowie Grün- und Freiflächen lassen sich unabhängig von der Form der Erschließung und dem Motorisierungsgrad der Bewohner im konkreten Entwurf berücksichtigen. Sie sind als Vorgaben größtenteils in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs von 1995 eingeflossen. Zum Teil sind sie zwingende, beachtungspflichtige Grundsätze, zum Teil müssen sie voraussichtlich gegen die allgemeine Berliner Finanznot "durchgewägt" werden. Der Pankegrünzug zum Beispiel ist in der Karte zum gemeinsamen Landesentwicklungsplan für den engerer Verflechtungsraum Brandenburg-Berlin (LEP eV, 21.03.1998) im Maßstab 1:100.000 als gliederndes Freiraumelement dargestellt ist. Er ist daher zu erhalten und weiterzuentwickeln. Eine Bebauung würde zwingenden Festlegungen des LEP eV widersprechen. |
24.
März 2005
. Aktuell 22.03.2005: Aufgrund des Umzuges des BND auf das Planungsgelände Stadion der Weltjugend sind wir auf der Suche nach neuen Standorten für Autofreies Wohnen in Berlin und werden im Frühling 2005 mehrere potentielle Flächen auf einem Treffen für interessierte autofreie Menschen vorstellen. Für
das Autofreie Stadtviertel an der Panke besteht keine Chance mehr - es
sei denn, das Wahlvolk protestiert gegen die Verschwendung von mind. 1,7
Milliarden Euro aus Steuermitteln für einen unnötigen Beamtenumzug
...
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| Links
zum FNP:
FNP-Änderungsblatt
-
Planlegende
allg.
Informationen:
Links zum B-Plan: Gesetzestext:
allg.
Informationen:
|
Flächennutzungsplanung (FNP) BerlinDem aktuellen Flächennutzungsplan liegen einige zentrale Grundsätze zugrunde, an denen sich die weitere Stadtentwicklung orientieren soll und die Grundlage für die Darstellungen der Planzeichnungen waren. Die für das Plangebiet wichtigsten Grundsätze sind: -
Mit Grund und Boden ist sparsam umzugehen.
Diese Grundsätze des FNP scheinen auf das Projekt "Autofreies Wohnen an der Panke" zugeschnitten zu sein. Es ist in geradezu idealtypischer Weise dazu geeignet allen diesen Grundsätzen gerecht zu werden.
Das Plangebiet ist mit dem "... Ziel der Stärkung des Wohnanteils
in
Aktueller Flächennutzungsplan "Chausseestraße 02/97" (.pdf-Datei, 117 KB)
Im Zuge der Entscheidung, den Bundesnachrichtendienst auf diesem Grundstück anzusiedeln, wurde später dieser Flächennutzungsplan grundlegend geändert (siehe Aktuell). Bereichsentwicklungsplanung (BEP) Mitte sieht autofreies Wohnen vorDas Vorhaben ist 1999/2000 im Bezirk Mitte mit dem Bezirksamt, der bezirklichen Verwaltung und den politischen Parteien diskutiert worden. Die Ideen und Konzepte stehen in Einklang mit den vom Bezirk an dieser Stelle gewünschten Nutzungen und sind als bezirkliche Vorzugsvariante in die Bereichsentwicklungsplanung (BEP) aufgenommen worden:
"... Neugestaltung der Fläche `Stadion der Weltjugend´ für
Pankepark, Sport und Wohnen (möglichst autofrei) ..." entsprechend
"... dem vom Bezirk befürworteten Konzept der Nutzungsverteilung,
das Grundlage des städtebaulichen Wettbewerbs war ...".
In der BEP ist unter anderem auch die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftungszonen
geplant. Mit der Spandauer Vorstadt kam seit Anfang 2002 ein weiterer Teilbereich
nach Norden hinzu, danach ist das Gebiet der Friedrich-Wilhelm-Stadt vorgesehen.
Bebauungsplanung des BezirkesAm 15. November 1994 wurde der Aufstellungsbeschluß für einen Bebauungsplan (B-Plan I-35) gefaßt. Der Geltungsbereich dieses B-Planes wird durch die Boyen-, die Chaussee-, die Habersaath- und die Scharnhorststraße begrenzt. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes sollten ursprünglich aus den Darstellungen des FNP Berlin 1994 abgeleitet werden. An der Chausseestraße und der Scharnhorststraße war eine mischgebietstypische Bebauung vorgesehen, an der Boyen- und Habersaathstraße sollten allgemeine Wohngebiete festgesetzt werden. Darüber hinaus war die Festsetzung des Pankeparks als Grünfläche sowie des Bundeswehrkrankenhauses und der Sporteinrichtungen als Gemeinbedarfsflächen vorgesehen. Nach der vorgezogenen Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ruhte das Verfahren. Es sollte weitergeführt werden, sobald über die künftige konkrete Bebauung entschieden worden wäre. Im Zuge der Entscheidung, den Bundesnachrichtendienst auf diesem Grundstück anzusiedeln, wurde später die Bebauungsplanung vom Senat übernommen, der einen neuen Bebauungsplan für den BND aufstellte (siehe Aktuell). Bezirk Mitte will autofreies StadtviertelAm 13. Juli 2000 hat sich die BVV Mitte für die Idee eines autofreien Stadtviertels auf dem Stadiongelände in überparteilicher Zustimmung bei nur einer Gegenstimme und ohne Enthaltungen ausgesprochen: .
Im Zuge der Diskussion um die Neuansiedlung des Bundesnachrichtendienstes auf dem Stadiongelände votierte die BVV Mitte erneut für autofreies Wohnen auf dem Gelände, siehe: 23.10.03 BVV Mitte (Beschlußtext, BVV-Diskussion, Presse). Pressemeldungen
(Auswahl):
Kein Innenstadtring durch die Habersaathstraße ! (1999/2001)Im Zuge der Investitionsplanungen für das Nordbahnhofgelände und die Schließung des Innenstadtringes im Abschnitt Bernauer Straße - Invalidenstraße begann im Sommer 1999 das FNP-Änderungsverfahren "Chausseestraße 02/97" (s.o. Aktueller FNP) Die Habersaathstraße sollte darin ursprünglich als Innenstadtring-Lückenschluß zur übergeordnete Hauptverkehrsstraße werden. Der Tiefbauamtsleiter von Mitte prognostizierte für diesen Fall eine unzumutbare Verkehrsbelastung ähnlich der in der Torstraße im Bereich Karl-Liebknecht-Straße. Neben einer verkehrlich irrationalen Verkehrsführung ("Staufalle Habersaathstraße") über viele Ecken und Ampeln, die den neugestalteten Invalidenpark zur größten Verkehrsinsel Berlins gemacht hätte, wäre deswegen auch eine größere Gewerbehofanlage mit 80 Betrieben an der Chausseestraße vom Abriß bedroht gewesen. Der Bezirk lehnte diese Verkehrsführung strikt ab, zu entscheiden war jedoch auf Landesebene. Neben dieser verkehrlichen Planung sollten im FNP auch die Darstellungen des Plangebietes geändert werden, im wesentlichen von M2-Fläche zu W1-Fläche (überwiegend Wohnen bei geringerer GFZ). Nach einer von den Grünen kurzfristig einberufenen Anwohnerversammlung vor Ort mit mehreren hundert Teilnehmern sowie den zuständigen Bezirksvertretern und verantwortlichen Senatsplanern und -politikern gründeten sich 2 Bürgerinitiativen. Deren Engagement stoppte schließlich die Straßenplanung, nachdem sich herausstellte, daß die Politiker/innen die Situation vor Ort nicht kannten und leichtfertig 300 unsubventionierte Arbeitsplätzen in einem funktionierenden kleinteiligen Gewerbeensemble unwiederbringlich vernichtet worden wären. Nach der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 1999 und der bekannten Neuordnung der Ressortzuschnitte einigten sich Senat und Bezirk relativ schnell auf die ursprüngliche Verkehrsvariante, wonach der Innenstadtring mitsamt Straßenbahn (Linienverlängerung zum Lehrter Stadtbahnhof / zukünftigen Berliner Zentralbahnhof) über das Nordbahnhofgelände direkt in die Invalidenstraße geführt wird. Die FNP-Planung wurde entsprechend angepaßt (s.o. FNP). Kontakt
Arbeitsgemeinschaft
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Seite: http://www.autofrei-wohnen.de/PankeBedingungen.html
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