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Berlin-Mitte
Autofreies Stadtviertel
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Die taz über das Sozialverhalten sprechender Autos ...
in Berlin-Mitte:
Planung für das Gelände des ehemaligen Stadion der Weltjugend, Chausseestraße
Autofreies Stadtviertel an der Panke

Projektbeschreibung - Details:
9. Soziales Konzept

privates soziales Konzept

Soziales Konzept:
Versuch eines privat finanzierten Modells
  Wenn der Staat keine Sozialwohnungen mehr fördert, muß es die Nachbarschaft tun.

   Jeder würde demnach einen geringen Betrag pro Quadratmeter Wohn-/Gewerbefläche -quasi als Betriebskosten- in eine Art Quartiers-Kasse oder `Kiez-Stiftung´ einbezahlen. Dieser Beitrag wird so niedrig sein müssen, daß jeder ihn verkraften kann, z.B. 0,15 Euro/qm/Monat. Aufgrund der Größe des Stadtviertels kommt dennoch monatlich eine größere Summe zusammen. Ein demokratisch legitimierter Stadtteilausschuß entscheidet über die Vergabe der Mittel und schließt darüber Verträge ab. Diese Aufgabe könnte eventuell auch in Abstimmung mit dem Bezirk Mitte erfolgen.

   Damit könnten Räume auf etwas niedrigeres Niveau heruntersubventioniert und Personal- und Betriebskosten kofinanziert werden:

- einige Wohnungen für Alleinerziehende und Familien mit vielen Kindern sowie
- Flächen für Handwerksbetriebe, die zunehmend mehr Schwierigkeiten haben, in der Innenstadt bezahlbare Flächen zu finden.
   Im Sinne einer sozialen Stadt und einer Stadt der kurzen Wege sind beide Nutzergruppen sehr wichtig. Die Bedürftigkeit muß vom Stadtteilausschuß überrüfbar sein.

   Ebenso sollten aus diesem Topf laufende Betriebskosten und/oder  Personalstellen für die Stadtteilfarm kofinanziert werden. Die Stadtteilfarm ist besonders wichtig, weil sie in diesem besonders unterversorgten Bereich des Bezirkes ein Angebot insbesondere für "Lückekinder" ist. Die Erfahrungen mit solchen Einrichtungen beweisen ihren außerordentlich stabilisierenden und in jeder Hinsicht integrativen Einfluß (jung-alt, Mensch-Tier, interkulturelle Begegnung, Angebote für Mädchen etc.).

   Darüber und über weitere zu fördernde Projekte und Angebote (Raum für ehrenamtliche Initiativen, Tausch- und Nachbarschaftsbörsen, Stadtteilfeste etc.) muß auf jährlichen Versammlungen der Bewohner/innen grundsätzlich (schwerpunktmäßig) entschieden werden.

   Der Vorteil eines solchen Systemes: Es profitieren alle: materiell die tatsächlich Bedürftigen - auch wenn es nicht viele sein werden - und immateriell die ganze Nachbarschaft, da tendenziell ein gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl geweckt wird und man einer sozialen Durchmischung und Stabilisierung näher kommt. Dies führt in der praktischen Umsetzung letztlich zu mehr Lebensqualität im Kiez für alle.

   Das Modell und seine rechtliche Konstruktionen sind in Entstehung: Es soll im Sinne der Lokalen Agenda 21 mit den zukünftigen Bewohner/innen und Gewerbetreibenden gemeinsam entwickelt werden. Es wird nur umsetzbar sein, wenn alle damit einverstanden sind - und die Geber/innen von seinen Vorteilen überzeugt. Viel hängt auch davon ab, ob die Gewerbeflächen in dieses System eingebunden werden können.

   Es wäre bedauerlich, wenn gute Ideen schon im Vorfeld schlecht geredet werden. Es ist immer leicht zu behaupten, daß etwas "nicht funktionieren kann". Einen Versuch ist diese Utopie unbedingt wert. Sein Erfolg ist den Berliner/innen zuzutrauen.

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Kontakt Arbeitsgemeinschaft
Autofreies Stadtviertel an der Panke
(Ltg: Markus Heller)

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www.autofrei-wohnen.de begreift sich als umweltabhängiger NGO-Knotenpunkt im internationalen autofreien Netzwerk. © & Seitenbau: M. Heller, Berlin

24. März 2005
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Aktuell
22.03.2005:
Aufgrund des Umzuges des BND auf das Planungsgelände Stadion der Weltjugend sind wir auf der Suche nach neuen Standorten für Autofreies Wohnen in Berlin und werden im Frühling 2005 mehrere potentielle Flächen auf einem Treffen für interessierte autofreie Menschen vorstellen. 

Für das Autofreie Stadtviertel an der Panke besteht keine Chance mehr - es sei denn, das Wahlvolk protestiert gegen die Verschwendung von mind. 1,7 Milliarden Euro aus Steuermitteln für einen unnötigen Beamtenumzug ...

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Die taz macht sich am 28. Juni 2003 Gedanken über die Folgen sprechender Autos:
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"Die Autos von morgen können sehen und miteinander sprechen", meldet AP.
Und wir hellsehen es vor unserem innerem Auge:

Ein schwerer, blauer BMW-Türkenblitz rast mit Affenzahn auf eine Kreuzung zu
und nimmt einem kleinen, roten Mutti-Mazda die Vorfahrt.
Der Mazda kreischt los: "Scheißtürken!".
Der BMW aber quietscht mit den Bremsen und setzt zurück:
"Altä, hasstu Problem oder willstu direkt Faust!"
Bitte, bitte, Autos, sprecht auch in Zukunft nicht miteinander!
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