Strieder bezeichnete die jetzt gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) in Dänemark geführten Gespräche als erfolgreich. Tivoli sei sehr an Berlin interessiert, sagte der Senator. Ein Freizeitpark nach Kopenhagener Vorbild, der jährlich hunderttausende Besucher anziehen soll, würde eine Investition von rund 200 Millionen Euro darstellen und über 1000 Arbeitsplätze schaffen. Doch noch ist nichts entschieden. Ob aus dem Plan ein konkretes Projekt werde, hänge nicht zuletzt vom Entgegenkommen der Politiker ab, sagte Tivoli-International-Vizepräsident Mads Kragh.
In Kopenhagen kann der Tivoli als eine Mischung aus Erholungspark, Rummelplatz und kulturellem Treffpunkt auf eine 160-jährige Tradition zurückblicken. Restaurants, Veranstaltungsbühnen, Karussells und Schießbuden sind hier in einer parkähnlichen Landschaft mit großem See inmitten der dänischen Hauptstadt versammelt.
In Berlin war von lokalen Projektentwicklern zunächst ein Freizeitpark mit Wasserspielen direkt am Spreeufer vorgesehen. Das nur noch zur Grundwassersenkung betriebene Wasserwerk Jungfernheide sollte zu diesem Zweck übernommen und weiter betrieben werden. Doch Strieder lehnt das ab, weil er das Wasserwerk als Reserve für die städtische Versorgung erhalten möchte.
Für die Dänen ist das Wassergrundstück zwar interessant, doch kann man sich auch Alternativen in Berlin vorstellen. Konkrete Angebote haben Wowereit und Strieder bei ihrem Kopenhagen-Besuch allerdings noch nicht gemacht, sagte Kragh. „Wir haben vereinbart, dass wir weitere Informationen über potentielle Standorte erhalten.“ Jetzt wartet man auf die Vorschläge der Berliner.
Ob es tatsächlich zum Bau eines Berliner Tivolis kommt, ist noch
völlig offen. „Wir befinden uns in einer sehr frühen Planungsphase“,
sagte Kragh. Bisher gebe es noch nicht einmal eine Marktstudie. du-
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