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D+Ausland Netzwerk Theorie sitemap . Fahrrad-Comic v. Tom Touché in der taz: gut, wenn es dann eine Mobilitätsagentur mit Fahrradstation hat ... . |
Planung für das Gelände des ehemaligen Stadion der Weltjugend, Chausseestraße Autofreies Stadtviertel an der Panke Projektbeschreibung
- Details:
I. Einführung Forschungsprojekt MobilitätsagenturEs existieren in Deutschland mittlerweile eine Reihe von Mobilitätsstationen (insbesondere NRW), die jedoch in der Regel auf wenige Angebote beschränkt sind. Üblicherweise handelt es sich um Fahrradstationen mit einigen angegliederten Servicebereichen oder Häuser, in denen Fahrradstation, Car-Sharing-Unternehmen und Reisebüros nebeneinanderher wirtschaften (Beispiel Freiburg i.B.). Was es in Deutschland noch nicht gibt, sind Mobilitätsagenturen mit einem Full-Service-Programm wie nachfolgend beschrieben. Die Entwicklung einer Mobilitätsagentur mit einer derart komplexen Angebotspalette erscheint aufgrund des Aufeinandertreffens mehrerer Faktoren in Berlin möglich: - Berlin als die Stadt in Deutschland mit dem höchsten Anteil autofreier Haushalte (fast 50%), - ein neues autofreies Stadtviertel mit überdurchschnittlichem Nachfragepotential, - eine städtische Verwaltung (insbesondere im Bezirk Mitte), die an neuen Mobilitätskonzepten stark interessiert ist sowie - eine besonders im Verkehr aktive Wissenschaftslandschaft (TUB, WZB u.a.m.). Gegenstand dieser Aufgabenbeschreibung ist eine Machbarkeitsstudie zu Entwicklung und Aufbau der Mobilitätsagentur. Vor dem Hintergrund des autofreien Projektes sollen für diese lokale Mobilitätsagentur Organisationsstruktur und Unternehmensprofil entwickelt und zu einem umsetzbaren Rahmenkonzept ausgearbeitet werden. Zur Forschung gehört auch die Analyse und Konzeptentwicklung zur verkehrlichen Situation (u.a. Sicherung des autofreien Charakters) und eventuell zur Stadtakustik. Ergebnis der Forschung ist ein Stufen- und Zeitplan zur Realisierung der Mobilitätsagentur, der die Grundlage für die spätere Umsetzung bildet. I.A. Autofreies Stadtviertel an der PankeAutofreie Stadtquartiere stellen einen neuen, tatsächlich nachhaltig wirkenden Beitrag zu einer ökologischen Stadtentwicklung dar. Das ausgewählte Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend an der Chausseestraße im Bezirk Mitte (statistisches Gebiet 098 -nördlicher Bereich `Chausseestraße´) bietet dafür aufgrund seiner zentralen Lage und optimalen ÖPNV-Anbindung die besten Voraussetzungen. Das Projekt wendet sich an bereits autofrei lebende Haushalte, um ihnen ein angemessenes Wohnumfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig wird es als Pilotprojekt der Berliner Bevölkerung veranschaulichen, wie es möglich ist, ohne eigenes Auto zu wohnen und somit auch für noch-autobesitzende Haushalte ein Anreiz für eine umweltbewußtere Lebensweise sein. Eine neuzugründende lokale Mobilitätsagentur soll dabei insbesondere den bislang autobesitzenden Haushalten Alternativen der privaten Mobilität aufzeigen, ihnen vielfältige Unterstützung dabei anbieten und ihnen somit den Umstieg vom eigenen Auto auf Fahrrad, ÖPNV, CarSharing erleichtern. I.B. MobilitätskonzeptDas Mobilitätskonzept ist Teil der städtebaulichen Gesamtkonzeption und orientiert sich an dem Leitbild eines künftigen stadtweiten Netzes von Mobilitätsagenturen, die sich einem berlinweiten Mobilitätszentrum zuordnen. Dieses Mobilitätszentrum wäre für übergeordnete Themen wie Citylogistik, Forschung und Ausbildung im Bereich Mobilitätsmanagement/Mobiltätsberatung u.a.m. zuständig; möglicherweise könnte die VMZ Berlin dahin entwickelt werden. Die Entstehung eines solchen übergeordneten Mobilitätszentrums ist jedoch keine Vorbedingung für die Existenz der geplanten lokalen Mobilitätsagentur. Die Handlungsfelder der Mobilitätsagentur sind in erster Linie standortbezogen, das heißt auf das autofreie Stadtviertel und die umliegenden Quartiere begrenzt. Ziel ist es, im beschriebenen Gebiet eine Agentur mit dem Angebot für eine nachhaltige und weitgehend autounabhängige Mobilitätsstruktur zu etablieren, die grundsätzlich allen Bewohnern, Gewerbetreibenden und Besuchern der umgebenden Stadt zur Verfügung steht. Sie dient der Entwicklung von Angebotsflexibilität im Verkehrs- und Servicewesen. Gleichzeitig stellt sie Kapazitäten zur Verfügung, um individuelle Mobilitätspakete zu entwickeln und neue Formen der Mobilität herauszufinden. Sie soll sowohl strategisch als auch operativ agieren und die intelligente Nutzung verschiedener Mobilitätsangebote unterstützen, auch indem sie diese zum Teil selbst anbietet. Als Baustein eines künftigen stadtweiten Mobilitätsnetzwerkes organisiert sie u.a. Lieferungen, Fahrradverleih- und Reparaturservice, CarSharing/CashCar, Beratungsangebote. Die Mobilitätsagentur ist gleichzeitig ein kommunikativer Treffpunkt und `Quartiersmeisterei´. Kunden und Interessierte können sich dort in allen Fragen zur Mobilität beraten lassen. Die Betriebe des ÖPNV (Öffentlichen Personenverkehrs) können hier in Kooperation mit anderen Beteiligten ihr Betätigungsfeld erweitern. I.C. BedeutungSowohl im Stadtplanungs- als auch im Dienstleistungsbereich entstehen durch die Mobilitätsagentur neue Lösungen, die der gesellschaftlichen Entwicklung entsprechend ein neues urbanes Selbst- und Mobilitätsverständnis ermöglichen (Stichworte neue Synergieeffekte, postmaterielle Gesellschaft / nutzen statt besitzen). Die Installation einer Mobilitätsagentur in diesem autofreien Stadtviertel bietet sich an, da anhand der Nutzungmischung im Quartier exemplarisch veranschaulicht werden kann, wie es möglich ist, den normalen Alltag ohne eigenes Auto mit einem Plus an Lebensqualität zu organisieren. Zusammen mit der Konzeption des fußgängergerechten Städtebaus entwickelt sich das Vorhaben damit zu einem Pilotprojekt von überregionaler Bedeutung. II. MobilitätsagenturIm folgenden sind die vorhandenen möglichen Angebote, Ansätze und Konzepte zur Mobilität dargestellt, die ggf. verändert und zu einem umsetzbaren Rahmenkonzept ausgearbeitet werden sollen. Die Aufgabenpalette ist zunächst sehr weit gefaßt und kritisch zu hinterfragen. Das wirtschaftliche Ziel besteht darin, Modell A über gewinnbringende Dienste und Angebote eine interne Querfinanzierung und Stabilisierung einer am Ende als sinnvoll erachteten umfassenden Angebotspalette zu ermöglichen. Die Alternative dazu ist Modell B eine sinnvolle Organisationsstruktur eigenwirtschaftlich tätiger Anbieter zu entwicklen, die Lizenzen (interne Querfinanzierung) an die Agentur zahlen. Bei Modell B könnten allerdings vermutlich einige der dargestellten Aufgaben nicht realisiert werden. Weitere Modelle sind zu entwickeln. Zu
untersuchen sind
II.A. AngebotspaletteII.A.1. Management a)
Beratungsverbund
b)
Selbstverwaltung
II.A.2.
Beratung
a)
Individuelle Mobilitätsberatung/-analyse
b)
Medienverbund (Intranet, Internet)
c)
Auskünfte
d)
Planung
e)
Öffentlichkeitsarbeit
II.A.3.
Service
-
Kernbereich Aufgaben Servicepalette:
b)
Fahrradservice
c)
CarSharing & Stellplatzmanagement der Stellplätze für Besucher,
Gewerbe, Piscator Medien Arena, CarSharing/CashCar, Sport
d)
Entsorgungskonzept
e)
Mitfahrzentrale
f)
Reisebüro
-
weitere mögliche Aufgaben Servicepalette:
h)
Wohnungsservice
i)
Marktmeister
k)
Kiosk, Spätkauf
l)
Café
eventuell:
m) Fahrschule
II.B. Organisation1. Standort, bauliche Ausgestaltung, Raumprogramm Die Agentur liegt an zentraler Stelle für die Bewohner und Besucher des autofreien Viertels. Zugleich ist sie für die Anwohner und Gewerbetreibenden in der Umgebung leicht erreichbar. Innerhalb des Gebäudes ist die Agentur aus Gründen der Kundenfreundlichkeit (Laufkundschaft) und der Außenwirkung auch im Erdgeschoß einzurichten. Das maximale Raumprogramm (je nach Angebotespalette) besteht aus Laden-, Büro-, Lager- und Werkstatträumen. Der Laden, eventuell in Verbindung mit einem Café als kommunikativem Treffpunkt, bildet die direkte Anlaufstelle (Kundenberatung). Die Büroräume dienen der internen Organisation. Die Lagerräume sind für die Zwischenlagerung auszuliefernder Güter vorgesehen. In den Werkstatträumen bietet der Reparaturservice Leistungen (Fahrräder, Hausmeistertätigkeiten, etc.) an. Ein kleiner räumlicher Abschnitt der Agentur ist außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich (öffentlicher Computer-Terminal). 2.
Finanzierung Investitionskosten
Die Finanzierung erscheint prinzipiell möglich durch Einnahmen
Weitere Einnahmequellen sind zu untersuchen. 3.
Finanzierung Personal- und Betriebskosten
Die Finanzierung erscheint möglich durch Einnahmen
- nutzungsbedingt:
Weitere Einnahmequellen sind zu untersuchen. 4.
Personal (Stellenprofil)
a)
Bereich Management:
b)
Bereich Beratung:
c)
Bereich Service:
5.
Öffnungszeiten, Ansprechbarkeit, Verfügbarkeit
a)
Laden (Kundenberatung):
b)
Büro (interne Verwaltung):
c)
Lager:
d)
Werkstatt:
e)
Café:
III. Kontakt Forschungsprojekt MobilitätsagenturStudent/innen der Fachbereiche Stadtplanung, Verkehr, Geographie, Betriebswirtschaft, Politologie (u.ä.), die sich für dieses Thema interessieren, melden sich bei Markus Heller oder Arne Koerdt. Eine interdisziplinäre Bearbeitung bietet sich an, das Thema kann jedoch auch in Teilen bearbeitet werden. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft werden für Beratung & Betreuung, soweit erforderlich, zur Verfügung stehen.
Für Student/innen der TU Berlin hat Wulf-Holger
Arndt vom Fachgebiet
Integrierte Verkehrsplanung das Thema als Diplomarbeit
vorgesehen:
Thema:
"Mobilitätsmanagement für ein autofreies Wohngebiet"
Kontakt
Arbeitsgemeinschaft
URL dieser
Seite: http://www.autofrei-wohnen.de/pankemobilagentur.html
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24.
März 2005
. Aktuell 22.03.2005: Aufgrund des Umzuges des BND auf das Planungsgelände Stadion der Weltjugend sind wir auf der Suche nach neuen Standorten für Autofreies Wohnen in Berlin und werden im Frühling 2005 mehrere potentielle Flächen auf einem Treffen für interessierte autofreie Menschen vorstellen. Für
das Autofreie Stadtviertel an der Panke besteht keine Chance mehr - es
sei denn, das Wahlvolk protestiert gegen die Verschwendung von mind. 1,7
Milliarden Euro aus Steuermitteln für einen unnötigen Beamtenumzug
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